Biotope anlegen

In unserer Gegend gibt es mittlerweile viele verschieden Schutzgebiete. Je nach Kategorie sind diese Naturschutzgebiet, Biosphärenreservate, Naturparke, Landschaftsschutzgebiete oder sogar Nationalparke. In Kooperation mit der Verwaltung eines Schutzgebietes könnt Ihr dazu beitragen, Lebensräume wiederherzustellen oder vorsorglich zu „renovieren“. Dies könnte zum Beispiel die Renaturierung eines Teiches sein, die Wiederaufforstung eines Waldstückes, die Anlage von Wanderpfaden vorbei an Schutzgebieten oder auch das einfache Sammeln von Müll.

Wenn Ihr Euch an das zuständige Forstamt für ein in Eurer Nähe gelegenes Großschutzgebiet wendet und Eure Hilfe anbietet, könnt Ihr gemeinsam bestimmt ein Projekt zum Erhalt von Lebensräumen schaffen. Ihr könnt eine solche Aktion natürlich auch während Eures Sommerlagers in einem dort gelegenen Schutzgebiet durchführen.

 

Wasserqualität von Bach, Fluss oder See erforschen

In Kooperation mit dem Bundesamt für Naturschutz könntet Ihr mit Euren Teilnehmern versuchen herauszufinden, wie es um die Wasserqualität Eures heimischen Flusses, Baches oder Sees bestellt ist, wie sich diese auf die Artenvielfalt des Flusses bzw. seiner Umgebung auswirkt und wie sich die beobachteten positiven Effekte noch verstärken ließen. Anschließend wären die Untersuchungsergebnisse so aufzubereiten, dass sie über Internet und Zeitungen der allgemeinen und lokalen Öffentlichkeit zugänglich gemacht würden. Eure Teilnehmer bekämen so die Gelegenheit, zu kleinen Experten in Sachen ökologischer Zusammenhänge in ihrer Heimatregion zu werden.

Aktionskunst gegen Tierversuche gestalten

In Kooperation mit einem ansässigen Künstler könntet Ihr Euch mit Euren Jugendlichen und einer benachbarten Offenen Tür mit dem Zusammenhang von Tierversuchen und Kosmetikherstellung auseinandersetzen. Bei gemeinsamen Treffen können die Jugendlichen Recherchen über Tierversuche in der Kosmetikherstellung machen und sich gegenseitig Ihre Ergebnisse vorstellen. Anschließend könnte die Aktion mit einer gemeinsamen künstlerisch-kreativen Aktion abgeschlossen werden. In Eurem Stadtzentrum könnt Ihr dadurch zum einen auf die Problematik aufmerksam machen und zum anderen für ein tierfreundlicheres Konsumverhalten werben. (siehe Tipps zum Schutz der Arten)

Lebensräume schaffen

Vielen Tieren, besonders den vom Ausstreben bedrohten, fehlt es an sicheren Lebensräumen. In diesen Lebensräumen vermehren sie sich, ziehen ihren Nachwuchs auf und können sich vor ihren Feinden verstecken. Indem Ihr für Tiere Lebensräume schafft, könnt Ihr zu deren Schutz beitragen, hierzu gibt es vielfältige Möglichkeiten:

Nistkästen bauen

Ihr könnt mir Euren Teilnehmern Nistkästen bauen und diese auf Eurem Gelände und im Stadtwald aufhängen. Wichtig ist, dass Ihr Euch vorher bei einem Experten informiert, wie die Nistkästen aussehen müssen, damit die Tiere sie auch wirklich nutzen. Hier ist zum Beispiel der ansässige Förster ein guter Berater, mit dem Ihr auch gleich über geeignete Befestigungsorte sprechen könnt.

 

Insektenhotel

 

Für verschieden Insektenarten könnt Ihr ein sogenanntes „Insektenhotel“ bauen. Dies ist ein Häuschen, in dem Ihr verschiedene Materialien einbaut, wie z.B. Bambus, Stroh, Schilfrohre, morsches Holz, Tonziegel, Baumrinde etc. Anleitungen hierzu findet Ihr im Internet und in der Bücherei. Wenn das Hotel einmal steht, ist es ein guter Ort, um mit den Teilnehmern die verschiedenen Insekten zu beobachten, hierzu könnt Ihr zum Beispiel ein „Gästebuch“ führen, indem Ihr notiert, wer wann ins Hotel ein- und wann ausgezogen ist.

 

Fledermauskästen

 

Auch Fledermäuse brauchen einen Ort zum Schlafen und Großziehen. Ähnlich wie Nistkästen könnt Ihr diese Behausung selber bauen. Auch hier ist die Beratung durch einen Experten empfehlenswert.

 

Igelquartier

Um Igeln das Überwintern leichter zu machen, bieten sich verschiedene Behausungsmöglichkeiten an. Ihr könnt ihnen entweder ein Luxusquartier schaffen, indem Ihr ein kleines Haus aus Brettern oder Steinplatten baut. Ein Igel fühlt sich aber auch im Komposthaufen sehr wohl, wo er zugleich sehr viel Nahrung findet, oder in einem Reisig-, Ast- oder Laubhaufen.

Sich im Zoo für bedrothe Tierarten einsetzen

Mit Eurem Stamm oder Eurem Bezirk könnt Ihr mit einem Zoo oder Wildpark in eurer Nähe kooperieren und einen Aktionstag dort planen. Während dieses Aktionstags können Eure Teilnehmern zum Beispiel durch eine Olympiade ganz viel Neues über die heimischen und vor allen Dingen bedrohten Tierarten erfahren und wie sie diesen helfen können. Zum dem könnt Ihr in diese Olympiade oder eine andere Aktion auch die restlichen Besucher der Einrichtung einbinden und sie an Eurer Aktion teilnehmen lassen. Um dem Zoo oder Park, in dem Ihr seit, und dessen Tieren zu helfen, könnt Ihr an Eurem Aktionstag noch mit Sammelbüchsen über das Gelände laufen und für eine konkrete Tierart oder ein Projekt sammeln.