erweitertes Führungszeugnis

Die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses (eFZ) ist für Personen, die in ihrer beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeit Kontakt zu Minderjährigen haben, gemäß §72 a SGB VIII und gemäß § 5 PrävO verpflichtend. Ein erweitertes Führungszeugnis unterscheidet sich im Vergleich zu einem normalen Führungszeugnis darin, dass neben Sexualstraftaten auch Verurteilungen wegen Sexualdelikten und anderen Straftatbeständen aufgeführt werden, die hinsichtlich des Schutzes von Kindern und Jugendlichen relevant sein können.

Muss ich ein eFZ vorzeigen?

Die Frage ob du ein eFZ vorgelegt werden musst, hängt mit der Art, Dauer und Intensität des Kontaktes zu Minderjährigen zusammen und klärst du am besten mit dem zuständigen Vorstand.

Achtung: Bisher mussten sich nur diejenigen Stämme mit einem eFZ auseinandersetzen, die eine diesbezügliche Vereinbarung mit dem Jugendamt haben. Mit in Kraft treten des Schutzkonzeptes und spätestens ab Januar 2019 ist die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses auch im kirchlichen Recht verankert und somit für jeden Stamm, unter Berücksichtigung der Art, Dauer und Intensität des Kontaktes zu Kindern und Jugendlichen, verpflichtend.

Wie und wo beantrage ich ein eFZ?

Das erweiterte Führungszeugnis wird bei der örtlichen Meldebehörde persönlich beantragt und vom Bundesamt für Justiz ausgestellt. Die Beantragung ist unter bestimmten Voraussetzungen auch schriftlich oder über das Internet möglich, frage hierfür am besten bei der zuständigen Meldebehörde nach. Du brauchst zusätzlich einen Nachweis über dein ehrenamtliches Engagement in der DPSG. Diesen findest du bei Nami in deinem Profil, wenn du auf den Button „Führungszeugnis“ klickt.

Eine Schritt für Schritt Anleitung mit Bildern gibt es hier.

Was kostet die Beantragung eines eFZ?

Für Ehrenamtliche ist die Beantragung kostenlos. Wenn die örtliche Meldebehörde das nicht weiß hilft dir der Ring deutscher Pfadfinderverbände NRW weiter.

Wie lange dauert es bis ich das eFZ bekomme?

Das eFZ wird innerhalb von 6 Wochen postalisch an deine private Adresse geschickt.

Wer nimmt Einsicht in das eFZ?

Das eFZ muss innerhalb von 3 Monaten nach Ausstellungsdatum im Original dem zuständigen Vorstand vorgezeigt werden. Dieser dokumentiert die Einsichtnahme, das eFZ behältst in jedem Fall du selbst.

Wir empfehlen zunächst eine Einsichtnahme durch den Mitgliederservice des Bundesamtes in Neuss. Zusammen mit einer Einverständniserklärung (ebenfalls bei Nami hinterlegt) schickst du das eFZ per Post dorthin und bekommst es zusammen mit einer Bestätigung über die Einsichtnahme zurück. Entgegen des eFZ ist diese Bestätigung 5 Jahre gültig und kann, falls nötig, auch noch zu einem späteren Zeitpunkt an anderer Stelle vorgelegt werden.

Wann muss ich ein neues eFZ beantragen?

Wenn das Datum der Einsichtnahme 5 Jahre zurückliegt.