Foto: Sebastian Sehr

Frieden: Gefällt mir!

Das erste Mal startet die Friedenslicht-Aktion schon vor dem 3. Advent. Seit dem ersten Advent sind Pfadfinderinnen und Pfadfinder eingeladen in den sozialen Netzwerken Bilder von sich zu machen auf denen sie zeigen wieso ihnen Frieden oder das Friedenslicht gefällt.

Dazu haben wir während des Gottesdienstes gemäß des Sprichworts: "Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern" eine große Kerze im Dom erstellt. Diese Leute tragen nun das Friedenslicht aus Bethelehem in ihre Orte um das Gesicht der Welt zu verändern und das Bild der großen Friedenslicht-Kerze geht über die sozialen Medien um die Welt.

In der zweiten Phase waren die Stämme eingeladen weitere Bilder zu posten an welche Orte sie das Friedenslicht gebracht hatten.

Eine Gruppenstunde zum Friedenslicht

Was bietet sich besser an, als eine Kerze zu basteln, die das Friedenslicht zum Leuchten bringt. Und wenn ihr es weitergeben wollt, habt ihr direkt die passenden Kerzen dazu. Je nachdem wie viel Wachs ihr rein gießt, ist das Licht sogar windgeschützt.

Aber erst mal der Reihenfolge nach....

Folgendes Material braucht ihr:

  • alte kleinere Dosen (z.B. Thunfischdosen, Katzenfutterdosen, Maisdosen etc.)
  • Wachsreste oder Schmelzwachs
  • Kerzendochte
  • Schaschlikspieße
  • Topf mit heißem Wasser
  • alte große Dosen (um darin das Wachs zu schmelzen)

Zum Verzieren nach Lust und Laune, z.B.:

  • schöne Papierreste
  • Kleber(Klebeband)
  • Stifte/Glitzer

Und so geht's:

  1. Die Dosen vorbereiten
    Die Dosen von den Etiketten befreien und gut ausspülen: nicht, dass eure Kerze später nach Thunfisch duftet :) Die Kerzendochte in die Mitte der kleinen Dosen stellen und mit dem Schaschlik-Spieß fixieren. Dafür legt ihr den Spieß oben auf die Dose und bindet den Docht mittig an den Spieß. Es bietet sich auch an den Docht mir ein wenig Kleber unten mittig in der Dose zu fixieren, damit er beim Wachs-Eingießen nicht verrutscht.
  2. Wachs schmelzen Kerzenreste oder Schmelzwachs in die große Konservendose geben und im Wasserbad schmelzen.
  3. Mit Wachs befüllen Das Wachs vorsichtig in die kleinen Dosen umfüllen, sobald es vollkommen geschmolzen ist. Danach die Kerzen vollständig abkühlen lassen. Manchmal bildet sich oben um den Doch ein Loch. Das kann dann später mit ein wenig flüssigem Wachs noch nachgefüllt werden. Dann könnt ihr den Docht auf eine normale Länge schneiden.
  4. 4. Bekleben und Verzieren Einfach ein schön gemustertes Papier verwenden, oder auch alte Friedenlichtplakate nehmen. Entweder kleben oder mit doppelseitigem Klebeband befestigen. Nun kann das Ganze noch mit Glitzerstiften, Sprüchen, Aufklebern oder Bändern verziert werden. Oft ist aber weniger mehr :)

Und während ihr wartet, bis das Wachs hart wird, könnt ihr ja einen Text zum Frieden lesen und euch anschließend ein bisschen darüber unterhalten.

 

Gleichberechtigung

In einem Satz wohnten zu einer bestimmten Zeit einige Wörter, ganz so, wie etwa Menschen in einer Straße wohnen. Also, in einer solchen Satzstraße wohnten etliche Wörter. Ich erinnere mich noch genau an den Satz: "Bei uns herrscht Frieden."

Es war ein wunderbarer Satz, und jedes Wort war glücklich, dass es zu dem ganzen Satz beitragen konnte. "Bei" sagte zu den anderen: Könnten wir nicht froh sein, dass wir miteinander leben?" Und "uns" sagte zu seinen Freunden: "Ich bin froh, dass ich alles zusammenfüge." So ging es auch den übrigen, und sie bildeten eine richtige Gemeinschaft. Eines Tages kamen zwei neue Wörter; sie kamen von weither und hießen "for ever".

"Igittegitt", sagten die Einheimischen, "das sind ja fremde Wörter, das sind ja reineweg Fremdwörter." "Die riechen schon so komisch", sagte Frieden.
"Die sehen auch so aus", sagte "bei".
"Die können wir nicht brauchen"! sagte "uns".
"Wir müssen sie höflich, aber bestimmt verabschieden", das meinte "herrscht".

So taten sie sich zusammen und versuchten den beiden Fremden klarzumachen, dass sie hier nichts zu suchen hätten. "Wissen Sie, bei uns ist jede Stelle im Satz besetzt. Und außerdem kann sie ja niemand verstehen. Und schließlich und überhaupt haben Fremdwörter hier nun wirklich nichts zu suchen. Verstehen sie bitte recht, es ist kein böser Wille, aber ..."

Und während sie noch so scheinheilig argumentierten und dabei ihre Plätze verließen, huschten andere Wörter an ihre Stelle: In die Wohnung von "Bei" zog "Gegen", in das Appartement von "uns" zog "alle", in das Zimmer von "herrscht" zog sein Großvater "wütet", und in das Haus von "Frieden" hielt "Hass" Einzug. Ehe sich die Einheimischen richtig besinnen konnten, war aus ihrer Satzstraße eine fürchterliche Fratze geworden: "Gegen alle wütet Hass!". Da weinten sie und erkannten, wie schön es gewesen wäre, wenn sie die Fremdwörter aufgenommen hätten: Bei uns herrscht Frieden, for ever!" Nun war es zu spät, und seit diesem Ereignis wohnen sie nur noch zur Untermiete, jederzeit kündbar.

Diesen Text und weitere Ideen für Gruppenstunden findet ihr hier.

Die Gruppenstunde zum runterladen und mitnehmen findet ihr hier.