August - ein Gottesdienst mit der Gemeinde (vorbereitet)

In vielen Gemeinden ist es Tradition, dass der Pfadfinderstamm gelegentlich eine Messe vorbereitet. Das ist eine gute Gelegenheit, die Arbeit der Pfadfinder etwas genauer vorzustellen und mit der Gemeinde ins Gespräch zu kommen.

In diesem Monat haben wir euch einen Entwurf für eine heilige Messe mit einigen Pfadfinderelementen vorbereitet, die ihr gut in eurer Gemeinde verwenden könnt. Es sind auch einige Elemente dabei, die ihr im Vorhinein mit den Kindern vorbereiten könnt. Solltet ihr bisher in der Gemeinde keine Gottesdienste vorbereiten, könnte euch dieser Entwurf vielleicht anregen, auf eure Gemeinde zuzugehen und vorzuschlagen, euch in eine Messe einzubringen.

Vorher auf jeden Fall vorbereiten müsst ihr:

-          Große Schilder mit Wegzeichen darauf

-          Viele kleine Wegzeichen, z.B. auf Papier oder auf Steinchen

-          Eine kleine Präsentation vor dem Altar an den später die Wegzeichen gelegt werden können, z.B. einige Wegzeichen aus Naturmaterialien oder typische Pfadfinderutensilien

 

Gottesdienst „Wegzeichen“

Lied zum Einzug Aus den Dörfern und aus Städten

Eröffnung (Priester) Pfadfinderinnen und Pfadfinder sind oft draußen unterwegs, und zwar dort, wo es keine Straßenschilder gibt. Sie verwenden kein Navi, sie verwenden Wegzeichen, um sich unterwegs zu verständigen. Wegzeichen sind einfache Symbole, die man zum Beispiel aus Stöcken und Steinen auf den Weg legen kann. Sie zeigen die Richtung an, zum Lagerplatz, zur Gruppe, zur nächsten Nachricht, zu einer guten Badestelle. Sie geben Orientierung und helfen, sich zurecht zu finden. Jedoch muss man in die Zeichen eingeweiht sein, sonst erkennt man sie nicht. Im Laufe des Gottesdienstes werden uns die Pfadfinderinnen und Pfadfinder einige ihrer Wegzeichen vorstellen.

Auch Jesus Christus kann für uns Wegzeichen sein. Er hilft uns, uns zu orientieren und den richtigen Weg zu wählen. Wie die Wegzeichen bleibt uns manchmal die Bedeutung seiner Orientierungshilfen zunächst verborgen. Er lädt uns ein, zu Eingeweihten zu werden und seine Zeichen für uns zu deuten.

Kyrie (dafür braucht ihr drei große Schilder mit den drei Wegzeichen, die ihr hochhalten könnt)

Einige Wegzeichen stehen für Hindernisse, für Gefahr oder für den falschen Weg. Im Kyrie möchten wir Gott bitten, uns Orientierung in schwierigen Zeiten zu bitten:

·       Herr Jesus Christus, dieses Wegzeichen bedeutet: über ein Hindernis weiter geradeaus. Schenke uns gute Ideen, um Hindernisse zu überwinden und unseren Weg zu finden. Herr erbarme dich

·       Herr Jesus Christus, dieses Wegzeichen bedeutet: Gefahr.  Hilf uns, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und schenke uns den Mut, mit ihnen fertig zu werden. Christus erbarme dich.

·       Herr Jesus Christus, dieses Wegzeichen bedeutet: falscher Weg. Hilf uns, falsche Wege zu vermeiden und schenke uns die Kraft, auf den richtigen Pfad zurück zu finden. Herr erbarme dich

Lied zum Gloria Gloria, Ehre sei Gott

Tagesgebet (Priester)

Lesung (hier könnt ihr das Wegzeichen mit dem geteilten Pfeil hochhalten)

Ein Mensch macht sich auf den Weg, um einen hohen Berg zu besteigen. Ist der Weg zu Beginn noch flach und leicht, wird er stetig steiler. Doch für den Menschen ist das nicht das Problem. Nur: Immer wieder kommt er an Kreuzungen. Und jedes Mal kann er sich nicht entscheiden. Welchen Weg soll ich nehmen? Rechts oder links? Geradeaus? Wege, die direkt zum Gipfel zu führen scheinen, machen hinter den nächsten Bäumen eine Kurve. Manche Wege sind schlammig und nass, andere steinig oder liegen heiß in der Sonne.

Immer wieder neu muss er sich entscheiden. Immer schwerer fällt es ihm. Lange steht er an jeder Kreuzung, rafft sich irgendwann auf, einen der Wege zu gehen.

Es dauert lange, bis er an den Gipfel kommt. Als er ihn endlich erreicht, wagt er den Blick ins Tal. Fantastisch liegt die Landschaft vor ihm. Und jetzt sieht er es: so viele Kreuzungen und Wege es auch gab, so viele Wege führen auch zum Ziel. Viele Entscheidungen hätten ihn auf den Berg geführt. Aber dieser Weg, den er mit den Augen zurück verfolgt, ist sein Weg.

Halleluja (Lied) hier am besten ein Lied auswählen das alle in der Gemeinde kennen

Evangelium (Priester, hier wird vermutlich das Tagesevangelium ausgewählt)

Predigt/Aktion (dafür braucht ihr viele kleine Wegzeichen, die ihr vielleicht auf Steine gemalt habt, sowie eine gestaltete Mitte vor dem Altar)

In der Lesung haben wir eine Geschichte gehört, in der ein Mann allein unterwegs ist. Es fällt ihm schwer sich zu orientieren und sich für einen Weg zu entscheiden. Am Ende kommt er zwar an, jedoch braucht er sehr lange.

Wege sind auch immer wieder ein Thema im alten und im neuen Testament. Wir erfahren von Menschen, die zum Teil schwierige Wege gehen: Moses zum Beispiel, Maria und Josef vor der Geburt von Jesus, die Jünger die nach Emmaus gehen. Eins haben sie alle gemeinsam: Gott macht deutlich, dass keiner seinen Weg allein gehen muss, er bietet Hilfe und Orientierung und zeigt den richtigen Weg.

Unsere Wegzeichen sind auch Orientierung und Wegweiser: unsere Freunde, mit denen wir als Pfadfinder meist unterwegs sind, haben sie für uns gelegt. Sie funktionieren nur, wenn wir uns vertrauen und sicher gehen können, auf den richtigen Weg geführt zu werden. So ist es auch mit den Menschen in der Bibel: sie vertrauen darauf, dass Gott sie auf den richtigen Weg führt.

Wir möchten Sie als Gemeinde aufrufen darüber nachzudenken, wann Sie schon einmal vor einer Gabelung gestanden haben und nicht sicher waren, in welche Richtung es gehen soll. Auch die Kinder kennen das bestimmt: wann konntet ihr euch das letzte Mal nicht so richtig gut entscheiden, was ihr machen sollt? Wer hat Ihnen und euch dann geholfen, sich zu entscheiden? Vielleicht war es jemand aus der Familie, ein Freund oder eine Arbeitskollegin, oder Gott?

Alle die möchten können jetzt nach vorne kommen und ein kleines Wegzeichen nehmen. Bitte legt es nach vorne auf den Altar und denkt an die Person, die euch weitergeholfen hat.

Fürbitten

Die Fürbitten könnt ihr gut mit euren Gruppenkindern gemeinsam vorbereiten. Dabei bekommt jede Gruppe 1-2 der Wegzeichen vorgegeben, zu denen sie eine Fürbitte schreiben können. Ihr könnt die Wegzeichen auf große Schilder malen und sie dann hochhalten.

Nachricht

Trinkwasser

Warten

Freunde in der Nähe

Badestelle

Aufgabe erfüllt

Gabenbereitung

Lied zur Gabenbereitung Nimm o Herr die Gaben die wir bringen

Hochgebet (Priester)

Sanctus Du bist heilig, du bringst Heil

Vater unser

Friedensgruß

Für den Friedensgruß könnt ihr den Pfadfindergruß verwenden. Dazu sollte jemand aus dem Stamm kurz nach vorne kommen und erläutern wie er geht und welche Bedeutung er hat.

Kommunion

Danklied Wäre Gesanges voll unser Mund

Schussgebet (Priester oder Pfadfinder*in)

Halte du deine Hände über uns,
egal wohin wir gerade unterwegs sind.
Es ist schön, immer wieder
auf verschiedenen Wegen im Leben zu sein
und zu wissen:
Da ist irgendwo einer,
Der die Richtung schon kennt,
trotz so mancher Irrwege und Gefahren.
Alles lenkt er doch zum Guten.
Segne uns alle, die wir unterwegs sind.

(Rafaela Fronia)

Schlusssegen (Priester)

Schlusslied Möge die Straße uns zusammen führen

Jahr der Spiritualität 2018



Juli - Spiritualität in der Natur erleben

Auch in der Natur können Kinder und Jugendliche Spiritualität erleben. Besonders gut geht das im Sommerlager, denn ihr seid den ganzen Tag draußen und in engem Kontakt mit der Natur. Daher haben wir einen kleinen Impuls für euch vorbereitet, den ihr mit dem ganzen Stamm oder auch mit dem Trupp durchführen könnt.

Zeitfaktor: ca. 1 Stunde

Material: keins, ggf. (Handy)Kamera

Teilt die Kinder in kleine Gruppen ein. Sie werden aufgefordert, durch die nähere Umgebung zu streifen und ein Natur-Wunder zu finden: dies kann eine Pflanze sein, ein Stein, ein Bach, ein Tier…

Die Gruppe soll sich auf ein Wunder einigen und sich genau merken, wo sie es entdeckt haben. Sie sollen sich überlegen, warum sie es ausgewählt haben.

Im Anschluss trefft ihr euch wieder und sprecht kurz darüber, wie es war, so aufmerksam durch die Natur zu gehen. Fiel es den Gruppen leicht, etwas zu finden? War es schwierig, sich zu einigen?

Dann geht ihr von einem Naturwunder zum anderen und schaut sie euch an. Die Gruppe sagt kurz, was sie sich dazu überlegt hat. Wenn ihr wollt, könnt ihr das Wunder fotografieren und so für später festhalten.

Ihr kommt dann wieder zusammen und es wird ein kurzer Impuls und ein Gebet gegeben.Hier könnt ihr improvisieren und euren Impuls auf eure Situation anpassen (vielleicht war die Natur schon Thema im Lager, vielleicht seid ihr an einem besonderen Ort).

Ihr könnt auch diesen Impuls verwenden, den wir für euch vorbereitet haben:

Heute haben wir viele kleine Wunder in der Natur gesehen. Du musst schon genau hinsehen und aufmerksam unterwegs sein, wenn du sie entdecken willst. Du musst hinter die Dinge sehen. Das gilt für die Natur, aber auch für die anderen Kinder und Erwachsene, die mit dir im Lager sind. Vielleicht kannst du in den nächsten Tagen ja auch bei ihnen kleine Wunder entdecken, wenn du dich mit ihnen unterhältst und sie besser kennenlernst.

Wir Christinnen und Christen glauben, dass Gott der Schöpfer der Natur ist. Damit hat er auch die vielen kleinen und großen Wunder geschaffen. Er möchte, dass wir gut mit der Natur umgehen und sie schützen, denn er hat uns die Verantwortung für sie gegeben. Als Pfadfinderinnen und Pfadfinder wisst ihr das natürlich: Blumen werden nicht abgepflückt, Tiere nicht mitgenommen und eingesperrt.

Wir möchten Gott heute für die wunderschöne Natur danken, in der wir unser Zeltlager verbringen:

Lieber Gott, du hast alles gemacht: 
die Sonne, den Mond, den Tag und die Nacht,
den Himmel, die Erde, das Wasser, den Schnee,
die Tiere am Lande, die Fische im See, 
ein Kleid für die Erde: grün, gelb, blau und rot, 
die Blumen, die Wälder. Wir freuen uns, Gott!

Juni – ein Gottesdienst auf Fahrt/im Sommerlager

Wie oft steht man im Ferienlager und hat keinen Kuraten / Kuratin zur Hand und auch keine Idee für einen Gottesdienst. Wir helfen euch dabei und stellen euch einen Gottesdienst zur Verfügung, den ihr direkt so nutzen / umsetzen könnt. 

Thema: Zwei sind besser als einer allein

Materialien:

selbst gebasteltes Kreuz in der Mitte; für alle Teilnehmenden einen etwa 4 m langen Wollfaden (in unterschiedlichen Farben), 1 zusätzlichen (womöglich dickeren oder andersfarbigen) Wollfaden; Flaschenöffner oder anderen Gegenstand, dem man die gezwirbelten Schnüre zu einer Kordel drehen lässt; bunte Kreppbandbänder zu den Fürbitten

 

alle versammeln sich in einem Kreis um das in der Mitte liegende Kreuz; zwei Personen aus dem Stamm (am besten paritätisch) stehen dem Gottesdienst vor, sofern kein(e) Kurat(in) vor Ort ist

Begrüßung:                 V. „Schön, dass ihr alle zum Gottesdienst gekommen seid.
Wir sind versammelt …“

 

Kreuzzeichen:             V. „… im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
A. „Amen.“
V. „Gelobt sei Jesus Christus.“
A. „In Ewigkeit. Amen.“

 

Lied:                          

 

Einstieg

Erinnert ihr euch noch an die Wochen vor den Sommerferien? An die WM? Gebannt haben wir die Spiele verfolgt, Erfolge und Misserfolge unserer Nationalmannschaft geteilt.

Fußball lebt von gutem Teamwork, davon, dass alle an einem Strang ziehen und sich die Bälle zuspielen. Alleingänge führen meist nicht zum Erfolg.

So ist es auch mit unserem Stamm/Bezirk: Nur wenn alle von echtem Teamgeist gepackt sind und an einem Strang ziehen, kann aus uns ein weltklasses „WIR“ werden.

Wo immer wir zu sehr „ich“ und zu wenig „wir“ gedacht haben, dürfen wir Gott um Vergebung und einen Neuanfang bitten.

Kyrie:

Herr Jesus Christus, eine gute Gemeinschaft ist wie ein Netz, das andere trägt. Wo immer wir andere runtergezogen haben, rufen wir:

Herr, erbarme dich.

Herr Jesus Christus, eine gute Gemeinschaft ist wie ein Tau, das andere mitreißt. Wo immer wir andere weggestoßen haben, rufen wir: Christus, erbarme dich.

Herr, Jesus Christus, eine gute Gemeinschaft ist wie ein Wollknäuel, in dem alles in geordneten Bahnen läuft. Wo immer wir zu Knoten beigetragen haben, rufen wir: Herr, erbarme dich.

Tagesgebet:

 

Herr, Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes. Wir danken Dir für alles Schöne und Gute, das wir in den Wochen der Ferien und hier im Lager erfahren dürfen.

Wir bitten dich: Geh mit uns auf dem vor uns liegenden Weg. Sei die Kraft, die uns voranbringt und unsere Gemeinschaft stärkt. Sei du der rote Faden, an dem wir uns orientieren und neu ausrichten können. Darum bitten wir Dich, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geistes lebst und uns liebst – heute bis in Ewigkeit. Amen.

Gloria:

Lesung:                       Koh 4,8-12

Es kommt vor, dass jemand allein steht und niemanden bei sich hat. Ja, er besitzt nicht einmal Verwandte. Aber sein Besitz ist ohne Grenzen und überdies kann sein Auge vom Reichtum nicht genug bekommen. Doch für wen strenge ich mich dann an? Das ist ein schlechtes Geschäft.

Zwei sind besser als einer allein. Denn wenn sie hinfallen, richtet einer den anderen auf. Doch wehe dem, der allein ist, wenn er hinfällt, ohne dass einer bei ihm ist, der ihn aufrichtet. Außerdem: Wenn zwei beisammen schlafen, wärmt einer den andern; einer allein friert womöglich. Und wenn jemand einen Einzelnen überwältigt: Zwei sind ihm gewachsen, und eine dreifache Schnur reißt nicht so schnell.

Impuls:

A: Zwei sind besser als einer allein – ich weiß nicht recht. Zeigt mal auf: Wer von euch wünscht sich schonmal, allein zu sein … ohne nervende Geschwister oder Eltern, die einem sagen, was man zu tun und zu lassen hat …?

B: Mit dem Ergebnis haben wir gerechnet. Es ist ja auch mal nett, tun und lassen zu können, was man will. Aber ehrlich: Hier im Lager wäre es furchtbar langweilig, wenn jede und jeder so vor sich hinleben würde. Gemeinschaft kann auch Spaß machen. Ich jedenfalls möchte die Zeit mit euch nicht missen, auch wenn es schon mal anstrengend ist.

A: Fußball und Karten spielen geht zu zweit einfach besser als alleine. Und Musizieren macht mit anderen zusammen auch meistens mehr Spaß. Zu zweit kann man sich helfen und unterstützen. Mit anderen gemeinsam ist man einfach stärker als alleine. Hier kann man auch auf insgesamt mehr Fähigkeiten und Erfahrungen zurückgreifen, als wenn man ganz auf sich alleine gestellt ist.

B: Die Bibel bringt es schön ins Bild: Zu zweit kann man sich wärmen, wenn man friert. Und eine Gemeinschaft ist wie ein dickes Tau, das aus mehreren Fäden zusammengeknüpft ist: ein Tau, das selbst dann noch hält, wenn ein einzelner Faden in ihm gerissen ist.

A: Eine solche Geeinschaft, die wie ein Tau zusammenhält, wünschen wir uns für dieses Lager, aber auch für unseren Stamm/Bezirk: eine Gemeinschaft, in der wir einander tragen und er-tragen, in der wir uns gegenseitig unterstützen und helfen.

B: Eine Gemeinschaft, die geprägt ist von gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Eine Gemeinschaft, in der es keine Alleingänge gibt und in der niemand alleine bleibt.

A: Eine Gemeinschaft schließlich, die erfüllt ist vom Geiste Jesu. Er, Jesus, möchte der „rote“ Faden in unserem Tau sein, an dem wir uns orientieren und der uns zusammenhält.

B: Möge Jesus uns durch dieses Lager geleiten und uns mit seinem Segen nahe sein. Und mögen wir je neu spüren, dass er da ist: mit uns, unter uns und in uns. Amen.

A: Als Zeichen für eine gute Gemeinschaft laden wir euch ein, gemeinsam aus einzelnen Fäden ein gemeinsames Tau zu knüpfen.

Aktion:           Tau aus einzelnen Fäden der TN drehen

                        -> Anleitungen hierzu gibt es im Internet (www.talu.de/kordel-selber-machen)

                        -> in die Mitte an den Fuß des Kreuzes legen

Lied:                                  

 Fürbitten:        in Stille oder mit Worten Fürbitte formulieren,
dazu Kreppbandstreifen ans Kreuz binden

Vaterunser

Segen:

A.    Gott segne eure Schritte mit Entschiedenheit.

B.    Er segne eure Blicke mit Wertschätzung.

A.    Gott segne eure Ohren mit Wachheit.

B.    Er segne eure Hände mit Hilfsbereitschaft.

A.    Gott segne eure Worte mit Sensibilität.

B.    Er fülle eure Herzen mit Freude.

A.    Dazu segne euch der dreieine Gott: der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Lied:              

Mai - spirituelle Ideen und Impulse für die Versprechensfeier im Stamm

Alle Jahre wieder, steht die Versprechensfeier an... Woran muss gedacht werden? Worauf muss ich bei der Vorbereitung achten? Fragen über Fragen. 

Für die anstehenden Versprechensfeier hat der Arbeitskreis Ideen gesammelt und spirituelle Impulse zusammengestellt, die euch Hilfestellungen für die Gestaltung von Versprechensfeiern mit dem gesamten Stamm oder innerhalb der einzelnen Stufen.

Die genauen Ausarbeitungen findet ihr hier auf unserer Spiri-Seite.

Solltet Ihr Fragen oder Anmerkungen haben, könnt Ihr euch an diese E-Mailadresse wenden: E-Mail: dag-spiri(at)dpsg-koeln.de

 

 

 

Für die Webseite:

 

Alle Jahre wieder… steht die Versprechensfeier an. Sie ist immer wieder etwas Besonderes. Und um dieser Feier die benötigte Wertschätzung zu verleihen, haben wir euch hier eine kleine Checkliste und Ideen zusammen gestellt, die euch verhelfen sollen, die Versprechensfeier zu einem einmaligen Pfadfindermoment zu Erleben.

 

 

Was bedeutet das Pfadfinderversprechen?

 

Das Versprechen ist eines der schönsten Erlebnisse beim Pfadfinden. Diese Tradition haben wir mit Pfadfinderverbänden weltweit gemeinsam. Das Versprechen ist nicht nur ein Bekenntnis zum Pfadfinden, zur Gruppe und ihren Werten, sondern gleichermaßen ein Versprechen sich selbst gegenüber, ein selbst gestecktes Ziel zu erreichen. Das Leitungsteam gibt je nach Stufe beispielsweise mit einer guten Einführung des Themas und Begleitung beim Finden des Versprechenstextes und kann unterstützen.

 

 

Wie bereite ich meine Gruppe am besten vor?

 

Zur Vorbereitung gehört die Entscheidung, wer bereit ist, das Versprechen abzulegen. Hierbei sind die Erfahrung mit der Gruppe und die Vertrautheit mit den Zielen und Inhalten des Pfadfindens wichtig. Um genügend Zeit zu haben, bietet sich ein Wochenende oder die Vorbereitung während länger geplanten Gruppenstunden vor dem Versprechen oder innerhalb eines längeren Lagers an. Zunächst ist es wichtig, das Versprechen zu erklären. Eine gute Hilfe ist hier der Leitfaden Versprechen  der DPSG hilfreich.

 

Neben dem Leitfaden ist es immer wieder zu empfehlen, auch in die DPSG Ordnung zu schauen. Hier sind jeweils nach den Stufen sortiert, auch gute Anhaltspunkte, die mit in die Vorbereitung fliesen können.

 

 

Das wichtigste von allem ist aber: genügend Zeit einplanen. Es gibt nichts Schlimmeres, als Kinder / Jugendliche / Leiter „mal eben“ einen Versprechenstext aufzuschreiben, der unvorbereitet und dann meist auch noch unpersönlich wird. Bitte vermeidet diese Situation. Eine gute Planung verhilft dazu, dass die Versprechen zu etwas ganz Persönlichem werden, dass vor der eigenen Gruppe / dem eigenen Stamm vorgetragen werden kann.

 

 

Nicht zu Vergessen ist auch ein Blick auf die Gruppe zu werfen. In welchem Gruppenprozess befindet sich die Gruppe? Kennen sie sich ausreichend untereinander, um sich ernst und wertschätzend gegenüber zu stehen und das persönliche Versprechen abzulegen? Wenn hier keine gute Basis geschaffen ist, kann die Versprechensfeier an dem Punkt kippen. Hier geht auch die Frage an die Leiter, ob auch sie die Gruppe richtig einschätzen können, ob die Gruppe soweit ist? Sollte die Gruppe noch nicht so weit sein, sind Kooperationsspiele, intensives Kennenlernen und natürlich gemeinsame Projekte dabei, ein Team-spirit zu entwickeln.  (Würde es Sinn machen, wenn Wölflinge vor dem ganzen Stamm ihre Versprechen ablegen? Stellt euch immer diese Frage – ob der Rahmen und die Gruppe richtig ausgewählt sind).

 

 

Wie gestaltet sich ein Versprechen?

Jedes Versprechen ist und soll individuell sein. Es ist auch immer wieder eine gute Hilfe, Stift und Papier zu verwenden, um den Denkprozess in Gang zu bringen. Einzelarbeit ist hier extrem wichtig, um sich auch vollkommen auf sich zu konzentrieren und sich auch die Zeit dafür zu nehmen. Natürlich muss hier das Leitungsteam auch allzeit ansprechbar sein, um gegebenfalls Hilfestellung zu leisten. Es gibt ein gutes Grundraster, dass mit drei Punkten ziemlich gut zu einem Versprechen verhilft:

1.    Sehen – Ich in der Welt

2.    Urteilen – Ich will mich weiterentwickeln

3.    Handeln – So werde ich an mir arbeiten

Im Leitfaden findet ihr ausgearbeitete Punkte für die jeweiligen Stufen, die hier auch für die Gruppenleitung eine Hilfestellung sind.  

 

Eine weitere gute Einleitung in das eigene Versprechen verhilft auch einen Blick in das persönliche Versprechen von Baden-Powell, wo damals alle einen einheitlichen Text abgelegt haben. In diesem Auszug seines Versprechens ist der Geist der Zeit sehr spürbar:

 

“On my honour I promise, that – 1. I will do my duty to God and King. 2. I will do my best to help others, whatever it costs me. 3. I know the Scout Law and will obey it” [Baden-Powell 1908, S. 36]

 

Übersetzt:

„Bei meiner Ehre verspreche ich, dass – 1. ich meine Pflicht gegenüber Gott und König tun werde. 2. ich mein Bestes tun werde, anderen zu helfen, was immer es mich kosten mag. 3. ich das Pfadfindergesetz kenne und befolgen werde.“

 

Zur Vorbereitung verhilft auch das Pfadfindergesetz als gute Grundlage, sich nochmal persönlich und innerhalb der Gruppe mit den Punkten auseinander zu setzen.

 

Das Ziel des Versprechens darf bei der Vorbereitung nicht aus den Augen gelassen werden. Es lässt sich in drei Kernpunkte des Versprechens aufteilen:

-       Die Verpflichtung gegenüber Gott

-       Die Verpflichtung gegenüber den Mitmenschen

-       Der Verpflichtung gegenüber sich selbst

 

 

Die Versprechensfeier selbst

 

Von Stamm zu Stamm gibt es andere Traditionen. Wichtig ist für diese Feier, die einzelne Person, die ihr Versprechen ablegt, den Raum zu geben, im Mittelpunkt stehen zu können und von der Gruppe als wahrer Pfadfinder wahrgenommen zu werden.

Es ist für die Beteiligten auch immer eine Überraschung, wenn auch das Leitungsteam ein paar positive Worte zum Versprechenden abgibt. Das schafft auch eine sehr intensive Verbindung zur Gruppe.

 

Eine weitere Tradition ist es auch zB., dass der Versprechensableger seine linke Hand auf den Georgsbanner legt, die rechte Hand zur Pfadfinderhand richtet und in die Augen des StaVos / Gruppenleiters  und zur Gruppe sein Versprechen ablegt.

Im Anschluss wird dem Einzelnen direkt mit dem Pfadfindergruß gedankt.

 

Nach dem alle beteiligten ihr Versprechen abgelegt haben, muss gefeiert werden. Das kann individuell nach Stamm und Stufe sein. Am nettesten ist immer ein Getränk in der jeweiligen Stufenfarbe (Lebensmittelfarben sei dank), oder einer gemeinsamen Torte / Kuchen, die gemeinsam verputzt werden kann.

 

Und hier noch eine Checkliste in kurzer Form mit einigen Ideen:

 

Checkliste Vorbereitung:

-       Ausreichend Zeit einplanen

(Plan erstellen)

-       Richtig erklären / Freiwilligkeit

(Keiner wird gezwungen, alle werden eingeladen, es ablegen zu können)

-       Die Gruppe im Blick haben

(Gruppenprozess: wie gut kennt sich die Gruppe? Herrscht eine vertraute Stimmung? Mehr biographisches Arbeiten; intensive Kennenlernspiele, Kooperationsspiele….)

-       Etwas gemeinsames erstellen/durchführen

(z.B. ein gemeinsam durchgeführtes Projekt; eigene Fackeln basteln; eine Fahne gemeinsam gestalten; ein Puzzle erstellen, wovon jedes Gruppenmitglied ein Teil bekommt; uvm….)

-       Immer Aufschreiben lassen

(verstärkt den Denkprozess in der Einzelarbeit)

-       Musik mit einbinden

(z.B. vor jedem Versprechen die Lieblingsmusik der einzelnen Person ablaufen lassen)

-       Gedanken zu Ort und Rahmen machen

Wo könnte man es machen? Gibt es einen bestimmten Ort in der eigenen Stadt? Lässt es sich gut in ein anstehendes Wochenende integrieren?

-       Die Feierlichkeit im Anschluss planen

(z.B. eine gemeinsame Party; Ausklang mit Gitarre am Lagerfeuer, ein gemeinsames Stufengetränk - in dessen Stufenfarbe; ein gemeinsamer Kuchen, der für den Abend gemacht wurde…)

-       Besondere Menschen einladen

(Kuraten, StaVos, ehemalige Leiter*innen, wenn gewünscht)

-       Einen Moderator festlegen

(gern StaVos/Kurat oder Gruppenleiter)

-       Leiter bereiten sich vor, etwas zu den Kindern / Jugendlichen / Erwachsenen zu sagen, sie zu stärken und ihnen respektvoll und wertschätzend gegenüber stehen

-       An Materialien denken:

Feuer(!), eigene Fackeln, Georgsbanner, Stammesbanner (wenn es sowas gibt), Stufen-Dekoration, erarbeitetes in den Gruppenstunden oder Erinnerungen an besondere Projekte, natürlich auch die Stufenlilie als Zeichen des Versprechens (je nach Stammestradition) …

 

 

All unsere Ideen und gesammelten Informationen sind nicht „die eine Lösung“. Sie sollen euch verhelfen, neues auszuprobieren, neue Traditionen zu schaffen und alte Pfadfindertraditionen zu erwecken, neu zu denken, Chancen zu geben und Raum zu schaffen. Ihr kennt eure Kinder / Jugendlichen / Leiter am Besten – und Ihr könnt gemeinsam mit ihnen die Versprechensfeier zu etwas ganz besonderem machen.

 

Solltet Ihr noch weitere Nachfragen haben, kommt einfach auf unseren Arbeitskreis zu. Ihr erreicht uns unter DAG-spiri(at)dpsg-koeln.de

 

 

Weitere Quellen zum Nachlesen:

-       DPSG Blog:

https://blog.dpsg.de/2015/02/praxistipp-leiten-das-versprechen/

-       E-Book / Leitfaden zum Thema Versprechen: https://dpsg.de/fileadmin/daten/dokumente/infopool/publikationen/eBook_Das_Versprechen.pdf

-       Pfadfindergesetz:

https://dpsg.de/de/ueber-uns/satzung-ordnung-konzepte/pfadfinder-gesetz.html

-       DPSG Kirchenbilder:

https://dpsg.de/fileadmin/daten/dokumente/kirchenbilder_dpsg.pdf

-       Übersicht aller Pfadfinderversprechen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pfadfinderversprechen

 

April: Spirituelle Impulse für eine Abendrunde mit dem Stamm an Pfingsten

Was feiern wir an Pfingsten?

Pfingstmontag, Pfingstrose, Pfingstbaum, Pfingsttaube – viele Begriffe und Bräuche ranken sich um Pfingsten. Der Pfingstmontag beschert uns ein langes Wochenende, denn es ist schulfrei. Doch was feiern wir eigentlich und welche Bedeutung hat das Fest eigentlich für uns Pfadfinderinnen und Pfadfinder?

Für die Pfingstzeit hat der Arbeitskreis Ideen gesammelt und spirituelle Impulse zusammengestellt, die euch Hilfestellungen für die Gestaltung einer Abendrunde mit dem gesamten Stamm zum Pfingstfest geben können.

 

 

Warum feiern wir Pfingsten?

Weil die Zeit zwischen Osterferien und Sommerferien so lang ist? Oder weil das schöne Wetter ideal für Feiertage ist? Oder ist es doch wieder irgendwas mit Jesus?

 

Audio-Visuelle-Einstimmung auf das Thema Pfingsten? Da war doch was – irgendwas mit Jesus. Was genau wir an diesem Tag feiern, erklärt euch dieser Videobeitrag von katholisch.de anschaulich und schön einfach in weniger als 90 Sekunden.

https://www.youtube.com/watch?v=9OptatdmQeo

 

Textliche-Einstimmung auf das Thema Pfingsten – ein religiöses Fest.

Wie bei vielen gesetzlichen Feiertagen in Deutschland hat Pfingsten auch einen christlichen Hintergrund. Denn Pfingsten wird als „Geburtstag“ der Kirche angesehen. Neben Weihnachten und Ostern ist es ein großes religiöses Fest. In der Bibel wird die Geschichte des Pfingstwunders erzählt. Auch im Judentum wird zu diesem Zeitpunkt ein Fest gefeiert, es heißt "Schawuot". An dem Tag sollen die Gläubigen die „Tora“, die hebräische Bibel, bekommen haben.

 

Das Pfingstwunder

Die Geschichte in der Bibel wird so erzählt: 50 Tage nach Ostern trafen sich die Freunde von Jesus in Jerusalem. Dort wurde gerade ein großes Fest gefeiert, aber sie trauten sich nicht, daran teilzunehmen. Sie hatten Angst vor den Soldaten, die Jesus getötet hatten. Also beteten sie zusammen und da erschien ihnen der heilige Geist in Form einer Taube und viel Licht – die Pfingsttaube. Ein Wunder geschah und die Jünger konnten auf einmal alle Sprachen der Welt sprechen. So konnten sie allen Menschen von Jesus und seinen Taten erzählen. Viele Leute wollten fortan mit ihnen beten und an Jesus glauben. So verbreitete sich die Kunde von Jesus und das war die Geburtsstunde der Glaubensgemeinschaft.

 

Bibelstelle: Apg 2,1-14 (Die Apostelgeschichte des Lukas – Das Pfingstwunder)

 

 

Pfingstbräuche

Pfingstbräuche haben eine lange Tradition. In einigen Gegenden wird das Pfingstfest oder ein Frühlingsfest noch heute gefeiert. Dort bildet der Maibaum oder Pfingstbaum den Mittelpunkt des Festes. Dafür wird ein Baumstamm mit bunten Bändern und einem Kranz festlich geschmückt. Manchmal ist der Pfingstbaum auch eine Birke. Mehr oder weniger ernst wurde früher das Pfingstfest dazu genutzt, einen Partner zum Heiraten zu finden. Die Pfingstbräute haben einen Blumenkranz aus Pfingstrosen als Kopfschmuck.

 

Gibt es in eurer Gemeinde auch die lange Tradition des Pfingstbaumes oder wollt ihr diesen Pfingstbrauch gerne aufleben lassen? So könnt ihr gemeinschaftlich in eurem Stamm einen Pfingstbaum schmücken und Pfingstbaumdeko (Bänder, Schleifen, Girlanden, Fahnen, Figuren) basteln. Den geschmückten Baumstamm platziert ihr in der Mitte des Pfarrhofes oder der Kirchenwiese und beendet den Abendimpuls mit einem feuchtfröhlichen Fest um euren Pfingstbaum herum.

Viele Pfadfinder-Stämme in unserer Diözese haben keinen oder kaum Anschluss an ihre Pfarrgemeinde und nehmen nur wenig am Pfarrgemeindeleben teil. Ladet doch die gesamte Pfarrgemeinde ein und feiert den Brauch gemeinsam mit einem großen Pfarrfest.

 

 

Für die Gestaltung einer stillen Abendrunde, sollen euch die nachfolgenden spirituellen Impulse eine Hilfestellung sein.

 

Impuls I: Zwei Texte zum Pfingstfest in der Apostelgeschichte

 

Als Einstieg wird eine Feder auf den Tisch in der Mitte des Kreises gelegt.

Die Stammesmitglieder pusten und blasen mit aller Kraft die Feder in die Luft.

o Mit unserem Atem können wir etwas bewegen.

o Ein starker Wind wirbelt durcheinander.

o Für die Feder ist dies wie ein starker Sturm...

 

In Stille beobachten die Stammesmitglieder, wie die Feder nach oben geführt

und langsam losgelassen wird.

o Sie schwebt langsam zum Tisch.

o Sie legt sich ruhig nieder.

o Sie lässt sich tragen...

 

Lest die beiden Texte reihum im Team satzweise vor. Tauscht Eure Eindrücke und Gedanken aus:

„Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören...“1

 

(1 Einheitsübersetzung der Hl. Schrift. Apg 2,1-4, Verlag Katholisches Bibelwerk, 2011)

 

„Jesu Jünger und Maria, die Mutter Jesu, waren in Jerusalem versammelt, um das Wochenfest zu feiern. (Das Wochenfest ist ein großes Wallfahrtsfest zum Ernte- dank.) Da geschah etwas Unerhörtes...

Plötzlich kam ein heftiger Sturm auf und erfüllte das Haus, in dem sie beisammen waren. Die Jünger waren verwundert und lauschten dem seltsamen Geräusch. Neugierig schauten sie sich um. Noch nie hatten sie solch ein Brausen des Windes gehört. Ein helles Licht leuchtete plötzlich über ihnen. Es erschien ihnen so, als ob strahlende Zungen wie von Feuer sich auf sie niederließen. Sie freuten sich sehr, denn sie spürten: Der Heilige Geist hatte sie ergriffen, wie Jesus es ihnen versprochen hatte. Sie rissen die Türen auf und rannten aus dem Haus. Jeder einzelne begann, in einer fremden Sprache zu reden, wie der Geist es ihnen eingab. Nach Jerusalem waren Menschen aus verschiedenen Völkern zum Wallfahrtsfest gekommen; sie hatten ganz unterschiedliche Sprachen. Als der Sturm losbrach, strömten alle zusammen. Sie waren ganz bestürzt, denn jeder hört die Jünger in seiner Sprache reden.“2

 

(2 Kinder-Bibel mit Bildern von Sieger Köder. Verlag Kath. Bibelwerk, 2. Aufl. 1996)

 

 

Impuls II: Zum Weiterdenken

 

o Heiliger Geist: Alle unsere Gebete beginnen wir Christen mit dem Satz: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Wir glauben an den einen Gott, der Vater, Sohn und Geist ist. „Unsere Vorstellungen vom Geist Gottes, der "dritten göttlichen Person" bleiben häufig blass. Er wirkt undefinierbar und abstrakt. Die Bibel spricht dagegen sehr erfahrungsnah vom Geist Gottes. Sie beschreibt ihn als vitale, schöpferische Kraft, die selbst in Bewegung ist und andere bewegt. Vor allem ihre Wirkungen werden geschildert, die oft überraschend und unkonventionell sind.“3 In der Sprache Jesu steht das Wort „ruach“ für Gottes Geist ebenso wie für Atem, Wind und Luft.

 

(3 Bibel heute 3/02. www.bibelwerk.de)

 

o Pfingsten bedeutet übersetzt „fünfzigster Tag“. Wir Christen feiern es am 50. Tag nach Ostern und denken dabei an die Gründung der Kirche. Im Neuen Testament – in der Apostelgeschichte – wird erzählt, dass sich Maria mit den Jüngerinnen und Jüngern Jesu zum jüdischen Erntedankfest versammelt hatte. In den Bildern von Sturm, Brausen und Feuer wird die bewegende Kraft des Geistes Jesu geschildert. Im Johannesevangelium haucht Jesus die Jünger an mit seinem Geist und wünscht ihnen den Frieden. In der Geschichte der Kirche wird das Pfingstfest im Jahr 130 erstmals erwähnt.

 

o Sturm – Wind – Hauch – Atem sind die Symbolbilder für das Wirken des Geistes. Sie sind Wirkweisen des Elementes Luft. Der Sturm wirbelt durcheinander, hat eine gewaltige Kraft. Der Wind bestäubt die Blüten, macht Leben fruchtbar. Atem und Hauch geben Lebenskraft, gehen „durch und durch“, erfüllen die Menschen. Allen gemeinsam ist die Unsichtbarkeit. Und trotzdem kann man ihre Wirkung spüren.

 

o Zungen wie von Feuer lassen sich auf und vor allem in den Menschen nieder, die zu Jesus gehören. Wenn wir reden können mit „feurigen“ Zungen, können wir Menschen begeistern, mitreißen, wärmen. Dann wird unsere Sprache verständlich für alle. Die Sprache des Hl. Geistes ist konkret, praktisch, liebevoll, helfend, vielseitig...

 

o Die Feder erzählt von der Leichtigkeit des Seins, aber auch von seiner Verletzlichkeit. Sie kann ein Zeichen sein für die Jüngerinnen und Jünger – für uns selbst: Manchmal ist unser Leben belastet, ohne Lebensmut und Kraft. Dann kann ein Impuls, ein Windhauch nur oder auch ein Sturm uns in Bewegung bringen. Manchmal wird alles leicht und luftig, zart und doch kraftvoll.

Ist es dann Gottes Geist, sein Lebensatem, der das bewirkt?

 

o Die Taube wird aus der Arche zur Erkundung ausgeschickt und kehrt mit einem grünen Zweig zurück. Sie wird zum Zeichen der Versöhnung Gottes mit seiner Schöpfung. Seither gilt die Taube als Symbol des Friedens, wie sie auch der Künstler Picasso gemalt hat. Bei der Taufe sieht Jesus den Geist Gottes „wie eine Taube auf sich herabkommen.“4 Seit alter Zeit wird sie auf den Pfingstbildern über den Jüngern und Jüngerinnen schwebend dargestellt. So wie die Taube, die zwischen Himmel und Erde lebt, verbindet der Geist Jesu Christi Erde und Himmel miteinander.

 

(4 Mt 3,16; Joh 1,32)

 

Impuls III: Getragen von Gottes liebendem Geist

 

Inmitten des hektischen Alltags wird die leise Stimme Gottes, seines Geistes, häufig überhört. Mit folgender Entspannungsübung können die Stammesmitglieder zur Ruhe kommen und erahnen, dass die Kraft Gottes sie trägt.

 

Suche dir einen guten Platz im Raum, um im Liegen oder Sitzen eine kurze Zeit der Ruhe zu finden. Wenn du möchtest, schließe deine Augen. Du kannst sie zu jeder Zeit wieder öffnen.

Spüre deinem Atem nach – er kommt und geht – ganz von selbst. Er erfüllt dich mit frischem Sauerstoff. Er erfüllt dich mit neuer Kraft. Die Energie fließt durch deinen ganzen Körper. Mit jedem Ausatmen gibst du verbrauchte Luft ab. Mit jedem Ausatmen geht ein wenig Spannung aus deinem Körper.

Nimm den Stuhl oder den Boden wahr, der dich trägt. Ganz schwer kannst du dich darauf niederlassen. Du bist getragen und gehalten.

Ein Segenswunsch begleitet dich:

„Mögest du dich getragen wissen von einer Kraft, die so hoch ist wie der Himmel und so tief wie das Meer.

Mögest du dich getragen wissen von einer Kraft, die so weit ist wie der Horizont und so nah wie dein Herz.

Mögest du dich getragen wissen von einer Kraft, die so zart ist wie ein Windhauch und so stark wie ein Baum.

Mögest du dich getragen wissen von der Kraft, allen Lebens – nenne sie Gott oder den Urgrund des Seins.“5

 

(5 Christa Spilling-Nöker. Ein Korb voller Glück. Verlag am Eschbach, 2009, S. 20)

März: Spirituelle Ideen und Methoden für die Osterzeit/Fastenzeit

Vorab ist ganz eindeutig zu erwähnen, dass hier alle Methoden und Ideen eine Sammlung von eigenen Erfahrungen sind, die aktuell genutzt werden. Selbst bei der größten Unsicherheit braucht Ihr euch nicht zu scheuen – wendet euch an euren Kuraten, euren Gemeindepfarrer / die Gemeinde, Pastoralreferenten oder Gemeindereferenten.

Bitte achtet auf eure Zielgruppe. Zwingt nichts auf und ladet gezielt ein, neue Dinge kennen zu lernen und sich auch selbst eine Meinung davon bilden zu können. Schafft für das Thema eine Atmosphäre. Das könnte schon mit einem Raumwechsel gegeben sein. Zwingt keinem Kind auf, eine Antwort geben zu müssen. Es ist eine Einladung, das Thema kennen zu lernen und gemeinsam zu erleben. Seid ehrlich, wenn Ihr eine Fragen nicht beantworten könnt. Kümmert euch nur darum, die brennenden Fragen der Kinder und Jugendlichen mitzunehmen und sich wirklich zeitnah um eine Antwort / Rückmeldung zu kümmern.

 

Ostern – die „Hard Facts“:

- Ein Hochfest in der Katholischen Kirche, dass jedes Jahr immer wieder ansteht.

- Es startet mit Aschermittwoch und signalisiert 40 Tage bis Ostern und die Fastenzeit beginnt.

- Zentrale Botschaft: Jesus wird verraten und stirbt am Kreuz für die Sünden der Menschen, ist auferstanden und hat den Tod besiegt.

- Falls Ihr selbst mal in der Bibel nachlesen möchtet – empfehlen wir bewusst Kinderbibeln, da sie hier gut zusammengefasst und leichter zu verstehen sind, als in der Bibel selbst.

o Schaut da unter der Passionsgeschichte nach.

 

Einstiegsmöglichkeiten:

- Brainstorming:

o Sammeln, was die Kinder und Jugendlichen bereits zu Ostern wissen – Wichtig: Was ist der aktuelle Wissensstand der Kinder und Jugendliche.

o Gibt es Fragen, die sie unbedingt erklärt bekommen wollen? Diesen Punkt unbedingt aufgreifen und zusammen erarbeiten, Raum bieten, frei zu fragen und zu hinterfragen.

- Mit Kinderbüchern den Einstieg in das Thema Ostern bekommen. Folgende Bücher können wir zB. Empfehlen:

o Rainer Oberthür „Die Ostererzählung“ (Buch oder das Bildkartenset)

o Rainer Oberthür „Die Bibel für Kinder und alle im Haus“ (Buch oder Hörbuch)

o Frag doch mal… die Maus– Fragen zu Gott, der Welt und den großen Religionen

 

- Methode:

o Vorlesen:

§ 1. Klassisch die Geschichte vorlesen und die Kinder hören zu.

§ 2. Klassisch vorlesen und nach bestimmten Abschnitten Pause machen und nachfragen, ob die Kids es verstanden haben

§ 3. Klassisch einmal vorlesen, dann den Kindern / Jugendlichen bestimmte Aufgaben zuteilen, um beim zweiten Vorlesen besser darauf zu achten. Sie werden zu Experten (Je nach Altersstufe auf den Schwierigkeitsgrad achten, nicht zu komplexe Fragen stellen).

o Hörbuch:

§ Mal was ganz anderes, die Ostergeschichte als Hörbuch zu hören.

§ Zu dem gehörten die Kinder einfach malen lassen. Sie sollen sich einen Punkt in der Geschichte aussuchen, der ihnen in Erinnerung geblieben ist. (Wichtig: Die Wertung der gemalten Bilder spielt nicht die wichtigste Rolle. Kinderstufen können im Malprozess bestimmte Gedanken und Erinnerungen besser zum Bringen.) Es gibt in der Kunst kein Richtig und Falsch!

§ In den höheren Stufen können Standbilder erstellt werden. Alle Gruppenmitglieder erhalten zu einer ausgesuchten, gehörten Szene eine Rolle und sollen sich dazu hinstellen und auch gern mitteilen, warum sie wie stehen und warum diese Position an dieser Stelle so wichtig ist.

o Bildeinstieg:

§ Aus dem Kinderbuch nur die Bilder nutzen (Ohne Text) und die Gruppenmitglieder (egal welche Stufe) anhand der Bilder erzählen lassen, was auf den Bildern zu sehen ist. Wichtig: Reihenfolge beibehalten. Und wenn alle Bilder gezeigt wurden, im Anschluss den Text dazu lesen.

o Weitere Materialien:

§ Z.B. Auf der Homepage von Rainer Oberthür gibt es Materialien mit Fragen und weiteren Ideen, wie man mit Kindern an die Ostergeschichte rangehen kann. § Osterquiz-Fragen nutzen: www.geo.de/geolino/quiz-ecke/ostern-quiz-fuer-kinder

 

Kreatives /Basteln:

- Ostereier:

o Klassisch könnt ihr Eier auspusten, bemalen und im Gruppenraum aufhängen. Wenn ihr danach googelt, findet ihr ganz viele verschiedene Techniken, wie man Ostereier gestalten kann. Da können wahrhaftig tolle Einzelstücke entstehen! WICHTIG: lasst den Kindern/Jugendlichen die Zeit, die sie brauchen. In der Schule muss oft alles unter Zeitdruck passieren.

- Eierkörbchen basteln:

o Im Internet findet ihr sehr einfache und tolle Anleitungen, um Osterkörbchen zu basteln. Schaut mal bei Pinterest vorbei – da gibt es auch zahlreiche Ideen und Vorlagen.

- Osterkuchen backen:

o Zusammen mit den Gruppenkindern kleine Kuchen in Form von Eiern / Lämmchen backen und gemeinsam gestalten.

- Osterkerzen gestalten:

o Einfache Stumpenkerzen besorgen, Wachsplatten oder Wachsstifte im Bastelladen oder im Internet kaufen und gemeinsam eigene Osterkerzen erstellen. Es symbolisiert das griechische Alpha und griechische Omega (für den Anfang und das Ende). Wichtig: Festlegen, dass das Alpha und Omega und die Jahreszahl auf der

Kerze stehen sollen + ein Symbol, was sie mit Ostern verbindet. (Sonst wäre es keine Osterkerze).

 

Die Gemeinde:

 

- Osterfeuer:

o Pfadfinder sind doch Experten, wenn es um das Lagerfeuer geht. Warum nicht für die Gemeinde das Osterfeuer organisieren und sich zur Ostermesse drum kümmern? Sprecht euren Kirchenvorstand an. Fragen kostet nichts.

o Ideal auch für Rover und Leiterrunden, dies für die Gemeinde anzubieten.

 

- Frühschichten / Abendschichten:

o Bietet sich in der Gemeinde an, diese für wirklich alle anzubieten.

o Frühschichten werden meist gegen 6 Uhr oder 6:30 Uhr angeboten – Jugendliche können zu bestimmten Themen Impulse vorbereiten, mit denen man sich in der Fastenzeit auseinandersetzen kann. Nicct Länger als maximal 30 Minuten.

o Wichtig: es müssen keine Messen sein

o Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Frühstück.

o Bietet Raum und Zeit, sich auch auszutauschen.

 

- Kar-Tage:

o Bewusst von Gründonnerstag bis zur Auferstehungsmesse gemeinsam Zeit verbringen und mit Pfadis oder Rovern eine Oster-WG einrichten. Man wohnt zusammen und hat bestimmte Themen für die gemeinsamen Tage, zum Beispiel Pilgern, Wandern, neue Kirchen besuchen, Fasten, biblisch kochen….

 

- Jugendkreuzweg:

o In der Regel wird ein Jugendkreuzweg von Jugendlichen für Jugendliche am Karfreitag angeboten. Schaut mal in eure Gemeinden und schließt euch denen an. Gemeinsam einen Weg zu gehen ist eine schöne Gelegenheit, anders miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

Fasten:

- Jesus ging 40 Tage durch die Wüste. Das Fasten soll uns daran erinnern, dass er 40 Tage ohne Essen und Wasser überlebt hat. Es heißt aber nicht, dass ihr das genauso machen müsst.

- Mit der Fastenzeit habt ihr immer wieder die Möglichkeit, neues auszuprobieren, eure Gewohnheiten in Frage zu stellen und bewusster durch den Alltag zu gehen. Die Fastenziele sollten realisierbar sein und auch eine persönliche Herausforderung sein.

- Es gibt verschiedene Möglichkeiten, zu fasten. Keiner muss es allein machen. Macht es gemeinsam in der Gruppe. Es ist eine Erfahrung für jede Altersstufe. Achtet nur auf darauf, dass es auch wirkliche Herausforderungen sind.

o Fastenwichteln: Warum nur zu Weihnachten Geschenke wichteln, wenn wir auch Fasten-wichteln können. Alle Gruppenmitglieder schreiben etwas auf, worauf man versucht, eine Woche darauf zu verzichten. Nach einer Woche wird mit den gleichen Zetteln neu gewichtelt.

o Wichtig: Jeder ist eingeladen, das eine Woche lang durchzuhalten. Natürlich gibt es Dinge, wo das Fasten gebrochen wird. Redet da offen drüber, warum man der Versuchung nicht wiederstehen konnte. Redet darüber, was die Erfahrungen waren und lasst jeden zu Wort kommen. Wenn einer über seine Erlebnisse nicht sprechen möchte, ladet ihn ein, das persönliche Gespräch zu nutzen, wenn einer nicht vor der Gruppe reden möchte.

o Fasten-Challenge: Immer Zwei oder drei bilden ein kleines Team und suchen sich ein Fastenthema aus und betreuen sich eine Woche lang gegenseitig und motivieren

sich, standfest zu bleiben. Nach der ersten Woche kann gern eine neue Kleingruppe gebildet werden oder die bestehende bleibt und es wird sich eine neue Fastenchallenge überlegt.

- Was kann zum Beispiel gefastet werden?

o unnötiges Internet-Surfen vor dem Schlafen gehen, Fleisch, Süßes, Schokolade, Kaffee, Fernsehen, Musik kören, Aufzüge meiden und Treppen gehen, auf Plastik verzichten, gezielt Loben, jeden Tag bewusst 15 min. Pause machen, statt Busfahren mit dem Rad fahren, kein Kaffee-to-Go, sich bei einer Person melden, mit der man schon lange keinen Kontakt hatte, eine Woche kein Internet, eine Woche telefonieren statt Whats Apps zu verschicken, im Haushalt eine neue Aufgabe übernehmen, jeden Abend 15 min lesen, und noch vieles mehr…

 

Weitere Ideen:

- Osterbräuche erforschen – welche gibt es, wo und warum

o Fragt eure Gruppenkinder, wie sie Ostern zu Hause feiern und was es für Traditionen und Bräuche in den verschiedenen Kulturen gibt

- Ihr braucht Tagestexte und Impulsfragen?

o Einfach nach dem Tagesevangelium googlen oder schaut beim Te Deum vorbei: o www.maria-laach.de/te-deum-heute/ - hier gibt es auch immer spannende Tagesimpulsfragen

- Osterfilme für Pfadis und Rover: (Achtet auf die Altersbeschränkung und sprecht im Anschluss über den Film. Hier gibt’s eine kleine Auswahl…

o Jesus Christ Superstar

o Das Leben des Brian

o Das Ende ist erst der Anfang

o 40 Tage in der Wüste

o Der Heimweg

o Den Himmel gibt’s Echt

o Dogma

o Die Hütte

- Spiele rund ums Ei:

o Kooperationsspiel – Der Eier-Fall. Das Ei muss mit bestimmten Materialen so verpackt werden, dass es einen Fall von einer bestimmten Höhe überlebt. (Link-Idee: www.gruppenspiele-hits.de/sonstige-spiele/eier-fall-schirm.html)

o Eier suchen.

o Stationenspiel – Challenge mit Plastikeiern:

§ Eier-Weitwurf

§ Statt Apfeltauchen – Eiertauchen

§ Ballspiele statt mit Bällen mit Eiern probieren

§ Löffel-Eier-Lauf

§ Eier rollen

§ Und noch vieles mehr…

 

 

Wir hoffen, euch einige Impulse geben zu können. Testet es aus. Solltet Ihr Rückfragen oder Anmerkungen haben, meldet euch direkt an dag-spiris@dpsg-koeln.de

 

Wir wünschen euch ein gesegnetes Osterfest.

Eure Spiris

Februar: Spiri in der Leiterrunde – wie finde ich den richtigen Weg für meinen Stamm?

Gerade beim Thema Spiritualität scheiden sich in Leiterrunden oft die Geister: die einen haben gar keine Lust darauf, die anderen finden Spiri einen wichtigen Bestandteil der DPSG.

Wenn ihr euch mehr Spiri in eurer Leiterrunde wünscht, möchten wir euch hier einen kleinen Einstieg bieten. Damit könnt ihr eure Leiterrunde mitnehmen und herausfinden, woher mögliches Desinteresse oder Ablehnung kommen und mit welchen Themen und Methoden ihr euch „Spiri“ annähern könnt.

Zielgruppe: Leiterrunde

Zeit: ca. 1 Stunde, je nach Diskussionsfreudigkeit

Material: bunte Kärtchen oder Zettel, Stifte, Klebeband, ggf. Klebepunkte

Zunächst könnt ihr damit starten zu erfahren, was die Leiterinnen und Leiter überhaupt unter „Spiritualität“ verstehen. Dazu können sie Begriffe auf einzelne Karten schreiben. Diese könnt ihr dann sammeln, sortieren und gemeinsam darüber diskutieren.

Je nachdem was für Antworten kommen, könntet ihr dann überlegen welche der aufgeschriebenen Begriffe für euch positiv besetzt sind, beispielsweise in dem ihr Punkte darauf malt oder klebt. Die Begriffe ohne Punkte könnt ihr dann abnehmen.

Konzentriert euch nun auf die positiven Begriffe: was machen sie für euch aus? Warum sind sie positiv besetzt? Welche dieser Begriffe könnt ihr in eurem Stammesleben umsetzen?

Im Anschluss könnt ihr überlegen, wie die Umsetzung stattfinden kann. Wenn z.B. Dinge auftauchen die ihr schon macht (Gottesdienst im Lager, Versprechungsfeier…) könntet ihr in die Vorbereitung dieser Aspekte mehr Gedanken investieren als bisher. Wenn neue Aspekte kommen (z.B. Morgen -und Abendrunden, Vorbereitung eines Gemeindegottesdienstes) könntet ihr dieses umsetzen. Vielleicht gibt es auch eher abstrakte Begriffe, dann könntet ihr noch Ideen für die Umsetzung sammeln.

Durch diese Methode habt ihr die Möglichkeit, die ganze Leiterrunde mitzunehmen und so eine höhere Akzeptanz für Spiri-Themen zu schaffen, die ja gemeinsam und individuell für euch erarbeitet wurden.

Praxistipp: Ich habe diese Methode auf einem Leiterrundenwochenende angewendet. So konnte ich sichergehen, dass genug Zeit bleibt und nicht alle nach Hause wollen.

Braucht ihr Inspiration zum Thema Spiri? Wir empfehlen euch die tolle Jahresaktionsbroschüre mit vielen Themen und Methoden:

https://dpsg.de/fileadmin/daten/aktionen/jahresaktion2018/Jahresaktionsbroschuere2018.pdf

 

Neue Ideen und Impulse im passenden Buch finden

Neue Ideen und Impulse im passenden Buch finden

Wer kennt das nicht? Schnell noch einen Impuls vorbereiten oder einen Text für die Morgenrunde finden, aber das passende Material ist nicht zur Hand. Hier möchten wir euch einige aktuelle und bewährte Bücher vorstellen, die sich für Impulse eignen, aber auch die idealen Geschenke für liebe Menschen sind.

1.       Lautstark 2 – 53 Songandachten für Jugendliche

Katja Flohrer, Nicole Hause (Hg.)

ISBN: 9783866870949

Gott redet. Durch Menschen, durch Worte, durch Musik.
In "lautstark 2" verbinden sich genau diese drei Dinge. Egal, ob Hiphop, Rock, Singer-Songwriter oder Pop-Sounds: Die Autoren haben Inhalte aus Liedern mit Bibeltexten und dem Glauben in Verbindung gebracht. So sind 53 Andachten entstanden, die mitten ins Leben sprechen. Wem das nicht genug ist, kann auch Band 1 und Band 3 gerne dazu bestellen.

 

2.       Reich gedeckt – 52 Herzensstärkungen

Nora Steen

ISBN: 9783761563588

Kurze Bibelstellen mit den passenden alltäglichen  Impulsen sollen uns in diesem Buch durch das Jahr begleiten. Die Texte berühren, weil sie auch mein Leben erzählen könnte.

 

3.       Abenteuer Pilgern – Der spirituelle Wegbegleiter

Dieter Barth, Michael Schindler (Hg.)

ISBN: 9783460325760

Ein Muss für jede Gruppe, die unterwegs ist – auf einem Haik, im Lager, auf einem Kurs oder wo auch immer. Mit unterschiedlichen Textarten – Gedicht, Geschichte, Gebet, Segen, Stichworten…- werden die Stationen eines Weges: Aufbrechen, Unterwegs sein, Ankommen und Heimkommen aufgegriffen. Immer passend!

 

4.       Die große Freiheit – Die Geschichte des Wasserwandlers

Susanne Niemeyer und Matthias Lemme

ISBN: 9783863340841

Stellt euch vor Jesus würde jetzt in unser Leben kommen! Der kurzweilige Roman erzählt die Geschichte von Sophie und Alex, beide Anfang 30, die auf Jesus treffen. Ist er ernst zu nehmen oder nur einer dieser verrückten Freaks? Vieles lädt zum Schmunzeln ein, aber reflektiert auch das eigene „Schubladen-Denken“.

 

Ein großartiges Buch zum Verschenken oder, um dich mal selbst zu fragen: „Was hätte ich getan?“

 

5.       Freude – Schätze aus 20 Jahren „Der andere Advent“

Bestellung über www.anderezeiten.de

Jedes Jahr erfreue ich mich über den großartigen Adventskalender aus dem Andere Zeiten Verlag. Berührende Texte mit tollen Illustrationen, Bildern und Comocs, die mich hin und wieder auch Tränchen verdrücken lassen. Nicht nur passend zur Adventszeit, sondern das ganze Jahr nutzbar. Wer die letzten 20 Jahre Adventskalender sammeln verpasst hat, hat in diesem Buch die Chance die schönsten Texte, Gedichte, Bilder etc.  gesammelt nachschauen zu können.

 

6.       Talk Box 6 – Glaubenssachen für Nach-und Umdenker

ISBN: 9783761559505

Nicht nur vorlesen und zuhören, sondern auch ins Gespräch kommen: Die Glaubenskarten bieten anregende Fragen nach Kategorien unterteilt, um miteinander über den Glauben und die eigene Spiritualität ins Gespräch zu kommen. Für Gruppenstunden, Ausbildungskurse oder einfach in der Leiterrunde.