StaVo-ZEM 2000

Motivation (warum mache ich das), Führungsstile und Leiterpersönlichkeiten

Endlich haben wir es geschafft! Ein Team, bestehend aus den Bezirksvorsitzenden Christiane Schorn (Düsseldorf), Kerstin Stinze (Deutz-Berg); Thomas Weber (Erft) und mir hatte sich auf die Fahne geschrieben, nach längerer Pause die Wiedergeburt einer Ausbildung für Stammesvorstände (StaVos) und Funktionäre in unserem Diözesanverband zu bewältigen.

 

So trafen sich dann auch knapp 30 StaVos am Freitag Abend des ZEMs, m mit Chaosinterview, Zielscheiben und klassischen Kennenlernspielen der eigenen Motivation und den offenen Fragen zur StaVo-Tätigkeit auf den Grund zu gehen. Die alles beherrschende Frage lautete: Warum mache ich das eigentlich? Schon hier zeichnete sich ab, dass die zur Verfügung stehende Zeit ein guter Auftakt für folgende Ausbildungsveranstaltungen sein könnte, aber lange nicht alles behandeln würde.

 

Am Samstag Morgen wartete dann direkt eine besondere Herausforderung auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Mit verschlossenen Augen mussten sie ein Kreisseil auf einer Wiese finden und dieses dann blind zu einem Quadrat formen. Hier zeigten sich in unterschiedlichster Art die Möglichkeiten und Erfolgsaussichten verschiedener Führungsstile und Leitungspersönlichkeiten. Bei der anschließenden Reflexion konnte das von den TeilnehmerInnen bestätigt werden. Andere erlebnispädagogische Spiele und Aktionen lockerten immer wieder den Kursablauf auf und bieten sich besonders an, sie mit der Leiterrunde auszuprobieren. Wundert Euch also nicht, liebe Leiterinnen und Leiter, wenn Eure StaVos demnächst Spinnennetze im Flur Eures Pfarrheimes oder auf der Pfarrwiese spannen. Das hat alles seinen Sinn!

 

Der sonstige Samstag war gepräght durch eine Zukunftswerkstatt, in der fünf Kleingruppen abwechselnd fünf Themen oder Probleme beschrieben, analysiert und lösungsorientiert behandelt haben, auf die wir uns vorher gemeinsam aus einem Katalog von 20 gesammelten Themen geeignet hatten. Leider reichte die Zeit am Ende nicht aus, die konstruierten Lösungsansätze tatsächlich auf die konkreten Situationen in den Stämmen zu beziehen.

 

Am Sonntag Morgen verfassten wir dann noch im Schweiße unseres Angesichts eine schriftliche Zusammenfassung aller Ergebnisse mit Spielerklärungen und Beschreibung der erlebnispädagogischen Einheiten, die alle mit nach Hause nehmen konnten.

 

Am Ende ist uns so Einiges klar geworden:

-         StaVos haben eine eigene Identität! Wir sind mindestens so toll wie eine Stufe! Wir stellen uns erfolgreich den Herausforderungen der 70er Jahre mit Dalli Dalli und Authentizitätswettbewerb in Bezug auf weibliche Kleiderordnung (tolles Wort!) Birgit, wir danken Dir! StaVos sind supi!

-         Die StaVo-Ausbildung muss und wird weitergehen. Geplant sind weitere Wochenendausbildungen im Rahmen der ZEM-Veranstaltungen, Vorbereitung von Themenblöcken für die StaVo-Treffen in den Bezirken zu Themen wie Öffentlichkeitsarbeit, Leiterwerbung, Spiritualität, Jahresplanung, u.s.w. In weiter Ferne entsteht auch so etwas wie ein Woodbadge-Kurs für StaVos!?

-         Mein Freund der Baum ist tot!

 

Soweit, so gut!

Ute Theisen, Diözesanvorsitzende