Veränderung ist die Weitergabe des Feuers und nicht das Bewahren der Asche.

 „Unser Dorf – tja, schön war es damals ja nicht. Über Jahre hatten wir verlernt unsere Hände zu benutzen. Irgendwann erschienen sie uns völlig nutzlos. Wir machten alles ohne sie – aber wir waren zufrieden.

Bis über Nacht, dieses Ding auftauchte! Wir waren verwirrt!“

Glücklicherweise hielt diese Verwirrung nur den Freitagabend an. Nachdem wir unsere Namenschilder ohne zu Hilfenahme unserer Hände geschrieben und auch angesteckt hatten, begrüßten wir uns mit einem lauwarmen Earl-Grey in Grauhausen, denn dort trafen sich dieses Jahr die StaVos.

Langsam lockerte sich die Stimmung bei mehr oder weniger unterhaltsamen Kennenlernspielen (Bein-Treten anstelle von Zeitungsschlagen, Grausalat anstelle von Obstsalat).

Am Ende des ersten Abends wäre der ein oder andere sogar schon fast um die Nuss herumgetanzt, die plötzlich und elegant in die Mitte des Raumes fiel – allen voran Herr Gregor Grau, der sogar passend farbliche Unterwäsche trug!

Entsprechend der Hornbachwerbung (siehe QR-Code) enthielt diese Nuss viele Werkzeuge und Methoden, die die StaVos zum Thema „Bewahren und Verändern“ im Laufe des Wochenendes mit auf den Weg bekamen.

Wir setzen uns damit auseinander, was es denn im jeweiligen Stamm Bewahrenswertes gibt und warum dies so ist. Wir ersteigerten Werte, die uns in unserer Stammesarbeit wichtig sind. Manch einer freute sich über ein Schnäppchen, andere gingen leer aus. Ganz vorsichtig trugen wir unsere bewahrenswerten Dinge nach draußen auf einen (siebenarmigen) Kronleuchter und ein anderes Mal verpackten wir sie als schöne Eier.

Nachmittags unterhielten wir uns mithilfe von Zitaten mehr oder weniger bekannter Persönlichkeiten über das Thema „Verändern“. Danach überlegten wir, was es denn konkret im Stamm zu verändern gibt und auf welche Schwierigkeiten man dabei stoßen könnte. Hierbei wurde sich intensiv ausgetauscht und gegenseitig Ratschläge erteilt. Veranschaulicht wurde dieser Prozess mit der „Kulturrallaye“ – einem packenden Würfelspiel!

Ausgeklungen ist der Nachmittag dann mit einer „Arbeitsflut“, die glücklicherweise in allerletzter Sekunde trotz erschwerter Spielbedingungen (nicht alle der Teamer hatten die Regeln verstanden) bewältigt worden ist.

Der Sonntag diente dann nochmals zum kollegialen Austausch und es sollte ganz konkret werden. Jeder StaVo hat sich nun ein Ziel gesetzt, einen Zeitplan erstellt und wird nun bewaffnet mit neuem Werkzeug, motiviert und gestärkt in seinen Stamm ziehen.

Und auch schon Baden Powell hat gesagt: 

„Stillstand ist nutzlos. Es gibt eines oder das andere, entweder Fortschritt oder Nachlassen.“

Susanne Moorkamp, DAG Verona