Blau regiert die Welt – Der Buntergrund hat gesiegt!

 

 

 

„Ab hier noch 30 Minuten“ – wer in den Distrikt Grau, das Stufenlager der Juffis, einreisen wollte, brauchte etwas Geduld, zwischendurch kam es manchmal zu leichten Staus. Grund war die sorgfältige Überprüfung der Juffis in der Sicherheitsschleuse: Werden hier auch keine Farben eingeschmuggelt? Halten sich alle an die Kleiderordnung? Nach einem letzten Check durch den Ganzkörperscanner, der verblüffende Ähnlichkeit zu einer Rollrutsche hatte, bekamen die Juffis dann den finalen Einreisestempel in ihren Pass und waren für die nächsten 5 Tage nun offizielle Bewohnerinnen und Bewohner des Distrikt Grau.

Dabei zeigte sich schon bei der Einreise, dass die Juffis von einer grauen Welt wenig halten… Der gesetzestreue Pinguin B, der vor der Einreise versuchte, die Gesetze mit ihnen einzustudieren, hatte seine liebe Müh:

Pinguin: „§1: Die Ratten haben immer Recht. Jetzt ihr!“

Juffis: „§1: Die Ratten haben NIEMALS Recht!“

Bei der offiziellen Eröffnung Freitag abends im Juffi-Zelt zeigte sich dann, dass die ca. 630 Juffis und 170 Leiterinnen und Leiter nicht einfach alles hinnehmen, was der Pinguin so vorgibt. Gemeinsam mit der Sicherheitschefin Dr. Rules wurde er quasi von der Bühne gebuht, während der inhaftierte Osiris, der Anführer des „Buntergrunds“, der sich für eine freie und vor allem bunte Welt einsetzte, frenetisch gefeiert wurde. Als dann auch noch Osiris durch ein geschicktes Ablenkungsmanöver aus seinem Käfig befreit wurde, hat nicht viel gefehlt und die Juffis hätten ihn auf Händen aus dem Zelt getragen – beste Voraussetzungen also, um mit den Juffis zum Thema „Entscheidungsfreiheit“ zu arbeiten.

Kompetenzen für den Widerstand

Samstags ging es dann in den Rheinauhafen: Die Ratten luden zum großen Trainingslager, um die Juffis fit zu machen gegen den Buntergrund – so etwas wie die Befreiung am Abend zuvor sollte zukünftig durch die Juffis bestmöglich verhindert werden. Aber: Auch hier war der Buntergrund ein paar Schritte voraus. Er hatte das komplette Spiel unterwandert und so konnten die Juffis in einem großen Spiel des Lebens jede Menge Kompetenzen erwerben und Entscheidungen üben: Strenge ich mich in der Schule in allen Fächern an, damit ich später die Möglichkeit habe, alles werden zu können, was ich möchte? Oder schwänze ich heute lieber mal und lerne dafür ggf. die Partnerin meines Lebens kennen?

Die Juffis trotzten dabei der eisigen Kälte im Rheinauhafen, der oft verwirrenden Komplexität des Spiels und nicht zuletzt der teilweisen Verlegung des Spielfelds, nachdem spielende Kinder im Rheinauhafen nicht erwünscht waren… An manchen Stellen ist die Welt eben doch sehr grau.

Die erworbenen Kompetenzen wurden abends dann wichtig, als Osiris zur großen Buntergrundparty lud – nur wer genug Kompetenzen und damit Punkte in seinen PSG, den Punktesammelgeräten, erspielt hatte, durfte rein – Glücklicherweise traf das natürlich auf alle zu!

Nach einer kurzen Begrüßung durch Osiris, der den Juffis bescheinigte, nun vollwertige Mitglieder des Buntergrunds zu sein, gab es kein Halten mehr: 630 Juffis feierten und tanzten ausgelassen mit dem schon traditionellen Blutini und brachten das Zelt buchstäblich zum Wackeln. In jedem Fall eins der Highlights des Jambs!

Eine Rakete für die Freiheit

 

Montag morgens gab es dann direkt mehrere Überraschungen:

Dem Buntergrund war es gelungen, den Pinguin gefangen zu nehmen und gemeinsam mit den Juffis wurde er für die gute Sache bekehrt und versprach, nun für den Buntergrund zu arbeiten. Als kurz darauf die Ratten anrollten, durften sie natürlich nichts davon merken: Die Juffis bereiteten ihnen also einen gebührenden Empfang inkl. selbstausgedachtem Tanz zur Hymne von Yersinia. 630 Juffis, abermals tanzend und mit einer La Ola nach der anderen am Wegesrand – das war nicht nur für die Ratten ein großartiger Anblick!

Außerdem hatte Osiris einen Plan, wie die Ratten überzeugt werden konnten, das Freiheit und Farben doch gar nicht so schlecht sind: Er hatte eine Rakete gebaut, die die ersammelten Kompetenzen über den Ratten zur Explosion bringen sollte, damit all die unterschiedlichen Kompetenzen (die praktischerweise gelb, blau und rot waren) auf die Ratten herabregnen. Dazu fehlte aber leider der Treibstoff. Die Juffis spielten sich dazu durch einen großen Buntmarkt, bei dem sie vieles ausprobieren konnten und Geld verdienen konnten, um so Treibstoff für die Rakete kaufen zu dürfen. Smoothies mixen, Bungeerun, Kisten Klettern, und und und… Wer die Wahl hat, hat eben oft auch die Qual…

Wenig überraschend, dass die Juffis deutlich mehr Geld als nötig erspielten und die Tankstellen bald leer gekauft waren und wir genug Sprit für die Rakete hatten, die wir dann mit in die Arena nahmen, um sie dort den Ratten zu übergeben. Und nach den Geschenken der Wölflinge, der Rover und Pfadis, die die Ratten schon ins Grübeln brachten, war es dann das Feuerwerk der Rakete, was das Zünglein an der Waage ausmachte… Die Ratten waren überzeugt: Bunt ist besser!

Ausgelassen ging die Party dann weiter und das Jamb klang langsam und zur voller Zufriedenheit aller aus.

Uns bleibt zu sagen, dass es sich gelohnt hat, all die Zeit und Arbeit zu investieren und das wir viel Spaß mit den begeisterten Juffis hatten und hoffen, dass sie noch genau so lange den Yersinia-Ohrwurm mit sich rumtragen wie wir. Und jetzt alle: „Yersinia, Yersinia, du, das Land unsrer Träume…."

Pinguin B aka Magnus Tappert

 

magnus.tappert@dpsg-koeln.de