Passwort *K*Ö*L*N

 

„Wo’s blau blinkt, ist Köln“

...stand am Eingang des Diözesandorfes Köln bei ‚Passwort *b*l*a*u*’, dem Bundeslager der Jungpfadfinderstufe. Dieses fand vom 3.8-8.8.2006 in Westernohe statt. Von den knapp 2000 Teilnehmern kamen 98 Kinder und 35 Leiter aus der Diözese Köln.

Donnerstag – Aufbau und Auftakt Köln:

Nach der Aufbauphase am Donnerstag wurden die Kölner Teilnehmer von Polly, Michaela und Mischa aus dem Juffi-AK begrüßt – im Kölner Dom, nachgebaut aus Jurten. Kobolde waren die Maskottchen der Bundesveranstaltung. Und was sind die Kölner Kobolde? – Klar, Heinzelmännchen! Mit einer spannenden Geschichte wurden wir darüber aufgeklärt und jeder bekam seine blaue Zipfelmütze, die zu jeder Veranstaltung des Bundes getragen werden musste. Gemeinsam wurde das Lied zu Passwort  *b*l*a*u* geübt. Mit einer kleinen Änderung: Am Ende des Refrains sangen wir Kölner natürlich „Passwort *K*ö*l*n*“.

Freitag – Auftakt Bund und Westernohespiel:

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zu der Auftaktveranstaltung des Lagers. „Viva Colonia“ singend zogen wir in die Arena ein. Dort sorgte bereits die Band ‚Disharmonica’ für eine super Stimmung. Die Kobolde (… und es waren doch nur verkleidete Leiter, berichtete die Lagerpresse) tanzten sich durch die Arena und animierten zum mitmachen. Begrüßt wurden wir erst von einem Leiter und einem Kobold, die sich über das Lager unterhielten, danach begrüßte Anja Gockenbach, Bundesreferentin der Juffis, alle Anwesenden. Wer war überhaupt da? Das wurde mit einer Live-Satellitenschaltung in die einzelnen Diözesandörfer gezeigt. Aus der Diözese Eichstätt kam dann auch der Tanz zum Lagerlied, der allen in der Arena beigebracht wurde.

Am Nachmittag erkundeten die Juffis den Zeltplatz mit einem Spiel. Sie mussten Fragen rund um den Platz beantworten: „Woher hat der Zeltplatz Altenberg seinen Namen?“, „Wie viele Mitarbeiter gibt es in Westernohe?“, „Wie viele Juffis gibt es in Köln?“, … Während die Juffis den Platz erkundeten, liefen bei den Leitern die Vorbereitungen für den Diözesantag auf Hochtouren – ein spannender Hike wurde geplant. Am Abend wurde es nicht dunkel, sondern blau. In der ‚Blauen Nacht’ wurden in der Arena Lieder am Lagerfeuer gesungen und in den Diözesandörfern gab es Feuerspucker und Gaukler, man konnte sich sein Tarot legen lassen oder Fackeln bauen und und und.

Samstag – Diözesantag:

Am Diözesantag wurden die Juffis in 18 Gruppen aufgeteilt und erhielten eine kurze Einweisung darin, wie man einen Kompass benutzt und Wegzeichen liest. Jede Gruppe erhielt eine Karte, einen Kompass und ein paar Eier. Dann wurden sie im Umkreis von 6 km ausgesetzt. Auf der Karte war ihr Startpunkt eingezeichnet, der Zielpunkt und zwei zusätzliche Punkte. An einem Punkt war das Lunchpaket für sie versteckt und am anderen ein Kilo Mehl. Zudem mussten die Juffis auf dem Weg noch Milch besorgen. Vom Zielpunkt aus musste ein Punkt angepeilt werden, an dem sich die nächste Station versteckte. Hier wurden Mehl, Eier und Milch zu Pfannekuchen verarbeitet. Weiter mit Wegzeichen ging es dann zu den nächsten Stationen. Am Säuresee mussten die Juffis einen wertvollen Schatz bergen, ohne den See zu berühren. An einer Seilbrücke musste möglichst viel Wasser über ein Seil von einem Punkt zum anderen gebracht werden. Soviel zu der Grundidee des Spieles. Leider hat die Planung nicht bei allen Gruppen funktioniert, so dass einige Gruppen an keiner oder den falschen Stationen ankamen. Aber die Juffis erlebten trotzdem jeder ein Abenteuer. Wieder auf dem Zeltplatz angekommen gab es ein großes Grillfest für alle. Leider wurde der Abend reichlich feucht durch einen Wolkenbruch beendet und ‚Helden-TV’ in dem die Juffis ihre Erlebnisse schildern sollten, wurde auf den nächsten Abend verlegt.

Sonntag – ‚Mission *b*l*a*u*:

Um 10 Uhr gab es den Auftakt zum Geländespiel in der Arena. Im Weltencomputer haben die Kobolde das Rezept für den blauen Trank gespeichert, mit dessen Hilfe sie die Bewohner der 7 Welten verstehen können. Einmal im Jahr kommen die 49 Kobolde zusammen, jeder mit seinem Passwortbuchstaben, um nach dem Rezept den Trank zu brauen. Doch dieses Jahr ging durch einen Windstoß das Passwort verloren und die Kobolde baten die Juffis um Hilfe. Bei den grummelnden Geistern mussten Sie sich mit dem Thema Junge-Mädchen auseinandersetzen, bei den hicksenden Hexen blind dreibeinig laufen und bei den blubbernden Bergriesen Papiertüten kleben. Rätsel mussten bei den kichernden Klabautern gelöst werden und Kreuzworträtsel zum Thema Glaube gab es bei den wispernden Waldfeen. Bei den zischenden Zauberern musste ein Zauberspruch mit den Namen der Truppmitglieder geschrieben werden und bei den zeternden Zwergen wurden Ballons gebastelt. So erspielten die Juffis das Passwort und konnten den Kobolden helfen, den Zaubertrank zu brauen.

Am Abend wurde ein Gottesdienst zum Thema Freundschaft gefeiert, bei dem Bundeskurat Guido Hügen die Apostel Judas und Thomas darstellte. Nach der Geschichte von der Grille, die die Ameise rettet, gab es als Geschenk für jeden noch vier Perlen, die als Symbol für die Freundschaft gelten sollten. Für rockige Musik während der Messe sorgte die Band ‚Blue Brotherhood’ aus der Diözese Essen.

Montag – 7 Stunden, 160 Workshops:

Am Montag konnten die Juffis sich für jede Menge Workshops zu den sieben Abenteuern der Juffistufe eintragen. So konnten in Köln Didgeridoos gebaut und Schmuck gebastelt werden, und wer wollte konnte sich die Fußnägel lackieren lassen. Drei mal haben die unterschiedlichen Workshops am Tag stattgefunden und es gab auch ständige Angebote wie blind Fußball spielen oder Schlammcatchen. Am Abend gab es natürlich zum Abschluss des Lagers noch eine ordentliche Party. Der kurze Startschuss für alle fiel in der Arena, wo die Angebote vorgestellt wurden. Neben Lagerfeuerrunden mit und ohne Gesang, gab es eine Disco in der Mehrzweckhalle, ein Casino, eine Cocktailbar und ein Brennballturnier bei Nacht. Auch die Leiter hatten Spaß beim Fotos schauen im Leiterkerker, bei dem es viel Kölner ‚Sangeskunst’ zu hören gab – wir sind nur ein Karnevalsverein!

Dienstag – Abschluss und Abreise:

Schon früh ging es ans Aufstehen und Zelte abbauen – immerhin wollten fast alle zeitig nach Hause. Vor der Abschlussveranstaltung in der Arena wurden in Köln noch Fundsachen verteilt, dem Juffi-AK und dem Küchenteam gedankt und dann „Nehmt Abschied, Brüder“ gesungen. Versammelt zogen wir dann in die Arena, wieder mal laut „Viva Colonia“ singend. Die Bundesreferentin Anja verabschiedete sich von uns und bedankte sich bei allen Helfern und Juffis. Auf gelbe und blaue Luftballons schrieben sie, was ihnen auf dem Lager gefallen hatte und was sie für Ideen mit nach Hause nehmen. Die Ballons gingen dann durch die ganze Arena, um die Ideen zu verteilen. Mit dem Passwort *b*l*a*u* Lied und einem Fliegenauge verabschiedeten sich alle Teilnehmer dieses tollen Lagers.

An dieser Stelle auch noch mal ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die Passwort *b*l*a*u* mit vorbereitet haben und insbesondere an Polly, Ela und Mischa als Juffi-AK-Team vor Ort. Und natürlich an unser Küchenteam, die Kerstin und den Max! Zum Abschluss bleibt noch zu sagen: Da war’n wir dabei, dat war prima!

Manuel Simon