Sommer für Abenteuer

Bericht vom zentralen Lager in Westernohe aus Sicht des Café Tikal

Im Außenbereich sitzen Juffis mit Getränken auf Bänken und quatschen; im Café sitzen zwei Jungs konzentriert am Schachbrett und nehmen ab und an einen Schluck aus einer ihrer Limo-Flaschen. Im hinter dem Café gelegenen Gastgarten warten einige Leiter und Juffis gespannt auf die nächste Runde Bingo während an der Theke lange Schlangen für Getränke und Süßigkeiten entstehen. Deutsche und französische Wortfetzen fliegen durcheinander; im Wartebereich wartet ein Leiter auf einen Milchcafé. Der ganz normale Wahnsinn in Tikal- dem Café für Abenteurer.

Rückblick

Nachdem 2012 auf der BuKo beschlossen wurde, dass es 2014 ein Bundesstufenlager geben soll, war uns als Arbeitskreis schnell klar, dass wir uns in irgendeiner Art und Weise beteiligen wollen. Polly wurde Teil der Vorbereitungsgruppe des Aktionszeitraums und als Arbeitskreis plus einige weitere helfende Hände stemmten wir das Kindercafé während des Lagers.

Nach einer holprigen Vorbereitungszeit war es dann im Juli soweit und das Lager begann.

Wir durften noch den letzten Abend vom internationalen Wölflingsleiterlager Akela erleben und übernahmen dann das bereits aufgebaute Café, wir mussten nur noch die Deko anpassen und machten aus King Louis‘ Café – Tikal – Café für Abenteurer.

 

 

 

Los geht’s:

Bei der Eröffnungsfeier, bei der die zwei Kobolde die knapp 1400 Juffis in Westernohe begrüßten und eine abenteuerliche Zeit wünschten, stellten wir das Café als Zielort für geschaffte Abenteurer vor und sorgten mit „fünf Jahre drauf gewartet“ für ein geflügeltes Wort, welches uns noch viele Juffis an der Theke vortrugen und damit immer wieder für Lacher bei uns sorgten.

Neben den üblichen Café-Leckereien erwartete die Juffis (und interessierte Leiter) jeden Tag um 14.00Uhr eine Runde BINGO im Gastgarten des Cafés. Erst wurde getanzt und dann gespannt den Worten unseres Bingomeisters gelauscht. Der Tagessieger trug die Wandermedaille 24 Stunden lang voller Stolz, bevor sie dann am nächsten Tag an den nächsten Sieger weitergegeben werden musste.

Abends entfachten wir ein Lagerfeuer vor dem Café und zu Schokobananen, Popcorn oder Marshmallowschokokeksbauwerken versammelten sich einige Kinder bei uns und genossen die Leckereien.

Tagsüber war das Programm ganz in den Händen der Trupps. Jeder Trupp hat ein Abenteuer mitgebracht und andere konnten dieses dann besuchen.

Als Cafébetreiber haben wir wenig davon mitbekommen, doch Geschichten rund um Schattenspender für den Wartebereich für das Tattoostudio und den Bau von Handyschwedenstühlen erreichten uns genauso wie stolz präsentierte Armbänder in die 3D-gedruckte Sofas eingebaut waren und Angebereien rund um die geschaffte Anzahl Kisten beim Kistenklettern.  Unzählige Siebdrucke auf Kluften sind uns natürlich auch nicht entgangen, und die beeindruckenden Ergebnisse des Poetry Slam Workshops bekamen wir beim letzten Abend zu hören.

In der blauen Nacht wurden ebenfalls Abenteuer von Trupps für Trupps angeboten; nur eben im Dunkeln.

Wir wollten uns am nächtlichen Treiben mit Popcorn, Schokobananen und Gesang am Lagerfeuer beteiligen und rechneten, da wir an diesem Abend Konkurrenz durch ein anderes Café hatten, mit einem ruhigen Abend.

Doch weit gefehlt: Es wollten so viele Juffis Leckereien aus dem Feuer, das ans Singen gar nicht zu denken war; auch im Innenbereich des Cafés tummelten sich viele Gäste.

Wir hatten jeden Tag knapp 11 Stunden geöffnet; haben etwa 50 kg Gummisüßigkeiten, 700l Limo und unzählige Schokoriegel verkauft; außerdem 99 Schokobananen, 1,5kg Popcorn und jede Menge Marshmallows unter den Juffis verteilt. Dementsprechend haben wir wenig vom Rest des Lagers mitbekommen; doch das was die Juffis vom Aktionszeitraum und den vor Ort angebotenen Abenteuern erzählten, klang stets so als hätten die Juffis eine Menge Spaß gehabt und einen Sommer voller Abenteuer erlebt.

Mit ein bisschen Gänsehaut haben auch wir während Nehmt Abschied Brüder im großen Kreis rund um den Altenberg den Kobolden im offenen Cabrio auf ihrer Abschlussrunde zugewunken und Abschied von einem tollen Lager genommen.