Das war Tortuga

Eine Riesentafel mit flackernden Kerzen, knapp 200 Piraten essen sich an einem Festmahl mit Grillfleisch, Salaten und Wackelpudding satt. Dazwischen vier Eingeborene von Tortuga, die zum Dank, dass sie den Juffis ihr Piratengold geschenkt haben, zum Festmahl eingeladen wurden. Ihre goldene Schildkrötengottheit mitsamt den durch die Juffis zurückgeholten Edelsteinen, lassen sie nicht aus den Augen. Was für ein tolles Bild!

Was bisher geschah:

Drei große Schiffe, voll bis auf den letzten Platz mit Juffis aus dem DV Köln strandeten durch Zufall genau dort wo sie hinwollten: auf Tortuga. Nach einem kurzen Kampf um eine rettende Planke und den ersten Schritten an Land nahmen Anne Bonny, Störtebeker, Henry Every und Blackbeard die gestrandeten Juffis bei sich auf und ließen sie ihre Zelte aufbauen. Die Stadt -um die sich die Geschichte rankt, dass es dort einen großen Piratenschatz zu holen gibt- wird immer wieder von bösen Piraten heimgesucht, die die Stadt in Schutt und Asche legen.

Die guten Piraten wollen hier in Ruhe leben, nehmen die Überfälle in Kauf und bauen die Stadt immer mal wieder auf. So auch jetzt mit den Juffis. In regem Treiben werden viele Schilder gemalt und der rostige Haifisch – das Kinder- bzw. Leitercafé dekoriert und gestaltet.

Bei einer ersten Schatzsuche quer über den Platz lernen die Juffis die Gegend und einige verschrobene Persönlichkeiten kennen, und angeln schließlich Liederbücher aus dem See.

Die nächsten Tage sind gefüllt mit friedlichem Stadtleben. Es wird gesägt, gefilzt, geklebt, gemalt, gebaut und gesungen. Boote flitzen mit Luftballonantrieb am selbst gebauten Floß vorbei. Das Tattoostudio brummt und einige Piraten humpeln mit offenen (geschminkten) Brüchen über den Platz. Wer keinen Schatz findet bastelt sich einen und im gebatikten Jutebeutel lassen sich neben geschnitzten Holzmessern auch die anderen Schätze super transportieren.

Eines Abends kommt es zu Unruhe. Mehrere schwarz gekleidete Piraten stürmen über den Platz und klauen die Bardame. Unter lautem Gejohle hinterlassen sie eine Nachricht –> jede Menge Rum fordern sie, erst dann kommt die Bardame wieder frei.

Als es dunkel wird werden alle Juffis zusammengetrommelt. Die guten Piraten haben sich mit Zutaten für Rum versteckt und machen Geräusche um gefunden zu werden. Nach kurzer Zeit sind genug Zutaten zusammen – das wichtigste dabei: Schlafmittel. Gemeinsam schleichen die Juffis auf die Wiese, wo die bösen Piraten ein Gelage feiern. Obwohl es viel zu wenig Rum ist, freuen die Piraten sich über die Gabe der Juffis, fallen sofort in einen tiefen Schlaf und die Bardame, sowie ein Eingeborener der Insel können befreit werden.

Nach der ganzen Aufregung ist am nächsten Tag erstmal Pause angesagt. Eine Gruppe macht sich mit dem Zug auf nach Berlin, einige Gruppen machen Wanderungen in der Umgebung und besuchen die nahe gelegene Stadt Rheinsberg und viele nutzen die Möglichkeit mit dem Kanu über die Seen zu fahren und in Kleinzerlang ein Eis zu ergattern.

Am Abend versammeln sich alle zum Campfireabend und neben Auftritten von Sid und der geilen 13 geben die Juffis einige Lieder, Mitmachspiele und Theaterstücke zum besten. Nachdem das Liederheft einmal quer durchgesungen ist, fallen alle ins Bett.

Johannes kommt am nächsten Morgen zum Gottesdienst vorbei und auf der schattigen Lichtung ließen wir Revue passieren, was wir schon alles Tolles auf dem Lager erlebt haben und denken über unsere eigenen Schätze nach.

Woher kamen denn jetzt aber die Eingeborenen und die Schildkröte?

In einem großen Geländespiel stellten sich die Juffis piratigen Herausforderungen und erspielten mit Hilfe von Karte und Kompass, Balanceakten auf Fässern im Wasser und auf Slacklines Edelsteine von den bösen Piraten zurück, die mit viel Hokus Pokus auf dem Schildkrötenpanzer eingesetzt wurden. Nun konnte sich der Panzer öffnen und den Schatz preisgeben. Zum Dank der Vervollstädigung der Schildkröte schenken die Ureinwohner den JUffis den Schatz und die guten Piraten, die weiterhin auf Tortuga bleiben wollen, schenken den Juffis ihre Schiffe – äähh-Busse. Das ganze feiern alle zusammen in einem großen Fest – und damit sind wir wieder am Anfang der Geschichte.