Juffis schlafen unter der Brücke

„Kein Hike ist wie der andere-komm doch auch mal mit“ So steht es in der Werbung für den Juffi-Hike, der einige mutige Leiter folgten - und unter einer Brücke übernachtet hatte von ihnen tatsächlich noch keiner. Aber fangen wir mal von vorne an:

1.       Tradition: ein besonderes Verkehrsmittel

Freitagabend trafen wir uns in Solingen am Bahnhof. Leicht am schweren Rucksack zu erkennen, fanden wir uns obwohl wir uns nicht alle kannten, schnell. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde nahmen wir direkt das erste besondere Verkehrsmittel, den O-Bus J der uns an den Startpunkt unseres Wanderwegs, einem Teil des  Klingenpfads, brachte.

Ins Partnerinterview vertieft verpassten wir schon nach wenigen Kilometern eine Kreuzung und testeten sofort unsere Kartenlesekompetenzen, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Durch den Wald, hoch und runter über Kuppen und durch Täler (das Bergische Land trägt seinen Namen zu Recht, auch wenn das nichts miteinander zu tun hat) peilten wir eine kleine Häuseransammlung auf der Karte an, bei der wir eine Scheune oder ähnliches als Unterkunft vermuteten. Eine Häuseransammlung gab es tatsächlich, nur leider niemanden, der uns übernachten lassen wollte. Zur eintretenden Dämmerung gesellte sich stärker werdender Regen und eine zuvor noch scherzhaft als Schlafunterkunft ins Auge gefasste Brücke lag ohnehin auf dem Weg. Der Absatz der Brücke stellte sich als trocken, geräumig sowie staubig heraus und wurde zum Schlafplatz erklärt.

2.       Tradition: das Lieblingsgetränk

Nach einem feudalen Abendmahl und anschließender Vorstellung des Lieblingsgetränkes, kam David zu Besuch um eine Nacht mit uns zu verbringen und um Alex und Magnus ihre WBK- bzw. ALT-Klötzchen zu verleihen. Mit Graffiti und Donnergrollen im Hintergrund ein bestimmt unvergessliches Erlebnis. In der Nacht regnete es um uns herum in Sturzbächen, deren Geprassel sogar das Rauschen der Wupper übertönten,  doch unter der Brücke blieb es trocken.

Wir starteten den Samstag nach ausführlichem Frühstück in Begleitung einer freundlichen Rentnergruppe, die wir auf den steinigen und glatten Wegen jedoch schnell zurückließen.

Vom Regen weitgehend verschont, führte uns der Klingenpfad auf abwechslungsreichen Wegen an der Wupper entlang bis zur Müngstener Brücke. Hier wollten wir die Schwebefähre nutzen, um die Wupper zu überqueren, doch die war wegen des schlechten Wetters außer Betrieb und wir mussten einen Umweg nach Burg in Kauf nehmen. Dort kam das nächste besondere Bewegungsmittel ins Spiel: mit der Seilbahn -den Rucksack auf dem Schoß-  ging es hoch nach Schloss Burg.

3.       Tradition: Gutes Essen

Den einsetzenden Regen überbrückten wir in einem kuschlig warmen Café bei Waffeln mit Milchreis vorm Kamin. Gut gesättigt traten wir die letzte Etappe zur Sengbachtalsperre an. Es lagen einige anstrengende Anstiege vor uns, die jedoch immer mit tollen Ausblicken belohnt wurden.

Abends machten wir es uns im Wald an einem Rastplatz gemütlich, 2 Bänke und ein Tisch boten genügend Platz für ein Abendessen mit Tortellini in Sahnesauce, Salat und anschließendem Schokofondue, dazu die Reste der Lieblingsgetränke und Geklimper auf der Gitarre. Später krochen wir in die Schlafsäcke, welche neben und auf einigen Bänken, sowie unter einer Plane Platz fanden.

Morgens wurden wir von der Sonne geweckt und starteten den Tag mit einem opulenten Pfannekuchenfrühstück.

4.       Tradition: Inhaltliches Arbeiten

Die letzte Etappe verbrachten wir in Gesprächspaaren mit Gedanken zu Inhalt und Rahmen für das Diözesan-Juffi-Sommerlager 2013 (22.-27.07.2013) und fast unbemerkt erreichten wir auch schon die Bushaltestelle, von der aus uns der Bus wieder nach Solingen zurückfahren sollte.

Ein Blitzlicht im Bus zeigte: Alle glücklich und zufrieden

Ich freu mich schon auf s nächste Mal, und bin gespannt welche Abenteuer uns dann erwarten werden

Für den Juffi-AK

Polly