Jubiläumshike 2013

Pferde, Pflaumen, Pfannekuchen

Jubiläumshike auf dem Weg von Bad Münstereifel nach Meckenheim                 

Der Juffi-Hike wird 10 Jahre alt und das muss gefeiert werden. Alle ehemaligen AKler, die schon einmal dabei waren, wurden eingeladen, wieder einmal eine neue Ecke der Diözese zu erkunden. Leider waren wir dennoch nur zu viert – zwei aktive und zwei ehemalige AK-Mitglieder – doch unser Weg führte uns zu einem dritten ehemaligen Arbeitskreismitglied.

Zunächst fuhren wir mit dem Zug nach Bad Münstereifel wo wir nach kurzen Orientierungsschwierigkeiten auf unseren Weg – einen Teil des Jakobsweges-  trafen.

Der Weg führte in den Wald und neben breiten Waldwegen auch über schmale Trampelpfade. An auf der Karte unübersichtlichen Stellen (doll, wenn so viele Symbole aufgedruckt sind, dass man den Weg nicht mehr erkennen kann...) konnten wir Rätselwissen anwenden und umgefallene Wegweiser so ausrichten, dass sie uns den Weg zeigten.

Das Ziel für Freitagabend war eine auf der Karte eingezeichnete Hütte. Die Erfahrung vergangener Hikes lehrt zwar, dass dieser Plan reichlich schief gehen kann, doch wir versuchten es mal wieder und wurden mit einer geräumigen, etwas in den Wald versetzten, trockenen Hütte belohnt. Zu leiser Technomusik, die von einer Kirmes herüber schallte, machten wir es uns gemütlich und zauberten mit Pfanne und Feuer herrlich zartes Hühnchenfleisch, eine scharfe Gemüsemischung und packten alles mit Zaziki und Salat in Pitataschen, die uns ordentlich sättigten. Beim Lieblingsgetränk inklusive frisch aufgebrühtem Kaffee quatschten wir noch eine Weile, bis wir in die Schlafsäcke krochen.

In der Nacht schüttete es, doch pünktlich zum Frühstück hörte es auf und wir konnten uns im Nieselregen auf den Weg in Richtung Steinbachtalsperre machen. Der Weg wurde die ganze Zeit von Pferdewiesen gesäumt, und die neugierigen Tiere kamen zu uns an den Zaun, ließen sich streicheln oder galoppierten durcheinander. Doch kurz nach der Talsperre kam etwas dazu, dass unsere Aufmerksamkeit bekam à Pflaumen ohne Ende! Im Straßengraben, auf dem Feld, hätte es Kreuzungen gegeben, mittendrauf hätten Pflaumenbäume gestanden! Wir schlugen uns die Bäuche voll und einige Pflaumen landeten in der Tasche. Von Baum zu Baum wurde es leckerer und so mit Pflücken beschäftigt fiel das Laufen gleich viel leichter.

Nach der Mittagspause verließen wir Pferde, Pflaumen und die 1:25000 Wanderkarte. Mit 1:50000 fiel die Orientierung zunächst schwer, aber auf Umwegen schafften wir es nach Rheinbach, wo wir an einem besonderen Ort lagerten - in einem Teil der Stadtmauer. Auch in Rheinbach war Kirmes, und nach einer Katzenwäsche begaben wir uns für Reibekuchen, Backfisch und einen Blick auf die Fahrgeschäfte kurz unter die Feiernden, bevor wir uns zurückzogen.

Am Sonntag gab es ein Pflaumen-Pfannekuchenfrühstück und so gestärkt waren die letzten Kilometer bei Sonnenschein an Apfelfeldern vorbei nach Meckenheim kein Problem mehr. Auch hier führten wir natürlich eine Geschmacksprobe durch.

In Meckenheim überraschten wir Michaela, ehemalige Juffi-Referentin und Mitwirkende auf dem Demeter-Hof ihrer Familie, beim Hoffest. Zu köstlichem frisch gepressten Apfelsaft, Bratkartoffeln und Kürbissuppe fand der gelungene Jubiläumshike sein Ende.

 

Bis zum nächsten Mal

Polly