1001 Nacht – Der Juffi-WBK

Für 20 Juffi-Leiterinnen und Leiter aus dem gesamten Bundesgebiet ging es Mitte Oktober zum WBK aus „1001 Nacht – Klötzchen aus der Wunderlampe“. Einer unserer Teilnehmenden schrieb für eine Abendrunde nach erfolgreicher Projektdurchführung folgenden Text, den wir euch an dieser Stelle nicht vorenthalten wollen:

„Liebe Geschichtenerzähler, Pfadfinder, Freunde. Leiht mir euer Ohr, lehnt euch zurück und entspannt euch endlich mal. Am Tage des 8.10. machten wir uns auf, um einen besonderen Kurs zu belegen. Wir hofften dabei vieles neues kennenlernen zu dürfen. Sei es für die Pfadfinderei, über uns selbst oder über andere.

Gerne möchte ich Lippis ersten Morgenimpuls in Erinnerung rufen. Wir begeben uns auf ein Abenteuer. Ein Abenteuer, das sich niemand von uns in seinen kühnsten Träumen erdenken könnte. Fast so ein Abenteuer wie das, welches der Meisterdieb Bilbo Beutlin im Buch „Der kleine Hobbit“ erlebte. Natürlich haben wir keine Orks oder Drachen bekämpft und hatten auch keine Zwerge oder einen alten Zauberer unter uns, aber wir kamen von nah und fern aus den unterschiedlichsten Stämmen herbei, kannten uns nicht und dennoch wuchs ein Band zwischen uns, das mit der Zeit stärker wurde, ähnlich wie das des Hobbits und der Zwerge.

Wir erzählten uns gegenseitig Geschichten der Stadt Fulda, knackten meisterdiebmäßig einenTresor und versuchten uns trotz Hindernissen als Architekten; die alten Römer wären auf das Ergebnis neidisch gewesen.

Nach einer intensiven Kennenlernphase, in der wir Dinge von anderen erfuhren, die wir nicht für möglich gehalten hätten, bildeten wir Kleingruppen, die so vielfältig wie nur irgendwie möglich waren. Genauso vielfältig wie die Kleingruppen selbst waren auch die Ideen, mit denen jeder und jede einzelne von uns die Welt ein bisschen besser hinterlassen wollte, als wir sie vorgefunden hatten.

Ebenso vielfältig und doch auch einfältig waren die Diskussionsrunden im großen Kreise, in denen die Nerven teilweise blank lagen. Es wurde dunkel…, wir verrannten uns in unnötige und zeitraubende Diskussionen. Oder waren sie möglicherweise doch nötig und hilfreich für den Lernprozess des einen oder der anderen?

Statt jedoch Groll zu hegen und uns weiter zu verlaufen, geschah das Unglaubliche. Wir waren uns plötzlich einig und jeder und jede einzelne loderte auf, wie ein Feuer,, das die Nacht zum Tage macht. Wir liefen los und bauten Dinge, malten uns an, schrieben Skripte und zogen alle an einem Strang.

Was nun am Ende dieses Abenteuers heraus kam, ist unglaublich und wundervoll. Wir können uns ruhig selbst auf die Schulter klopfen.“ Ja, das konnten die Teilnehmenden wirklich. Gemeinsam haben wir eine großartige Woche in Röderhaid bei Fulda verbracht!

Der Text stammt von Damian Sulik, Juffi-Leiter in Siegen