Helden des Fundbüros

Am vergangenen Wochenende öffnete zum wiederholten Male das „Fundbüro-Süd“ seine Pforten zur Versteigerung überfälliger Fundsachen. Auf Grund der großen Fülle an Objekten, war dieser Termin dieses Mal für ein komplettes Wochenende angesetzt. Sahnehäubchen war dabei die Tatsache, dass die Besucher im Komplettpaket auch gleich eine exklusive VIP-Einladung für „Heldenhaft gemacht! Das Fest“ bekamen und sich so den gesamten Samstag von den Strapazen der ersten Etappe erholen konnten.

Den Auftakt machte am Freitagabend die Begrüßung durch das Personal des Fundbüros, mit dem mittlerweile schon obligatorischen Begrüßungssekt. Weder bei der Wahl des Sekts, noch bei den Kristall-Gläsern wurde dabei gespart, schließlich sollten die Gäste sich wie daheim fühlen.

Um diese Stimmung zu unterstreichen, folgte daraufhin ein kleines Kennenlern-Event, bei dem sich zuerst die Mitarbeiter des orangen Fundbüros und im Anschluss die Besucher vorstellen durften. Diese Vorstellung ging sogar soweit, dass man ein kleines Bingo-Spiel organisiert hatte, um sich mit den Eigenheiten und Persönlichkeiten aller vertraut zu machen. Ein wahrer Sieger konnte jedoch mangels pünktlicher Ringelsocken nicht ermittelt werden.

Im Anschluss daran, hatten die Besucher die Möglichkeit Fundgegenstände aus ihren Stämmen & Bezirken vorzustellen, die bei verschiedenen Aktionen im vergangenen Jahr liegengeblieben waren. Auch die Möglichkeit an dieser Stelle noch Suchanzeigen zu eben solchen Dingen loszuwerden, war gegeben. Daraus entwickelte sich binnen kurzem ein reger Austausch unter allen Anwesenden, sodass nach kurzer Zeit jeder im Bilde war.

Natürlich gab es auch auf Seiten des Fundbüros einiger dieser Gegenstände, da ja zahl- & erfolgreiche Aktionen stattgefunden hatten. Ein Ausblick auf noch vermisste, aber in Zukunft sicherlich noch zu findende Dinge rundete diesen Teil der Veranstaltung ab und so konnte man zur Entspannung aller zu einer kleinen Pause übergehen.

Damit aber erst gar keine Müdigkeit oder sogar Langeweile aufkam, brachte ein munteres Spiel im Anschluss wieder etwas Stimmung in die Reihen der Anwesenden, bevor man dazu kam, Abgeordnete für die diözesanweite Auktion zu wählen. Relativ zügig – und wie von deutschen Ämtern gewohnt – unbürokratisch wurde auch dieser Punkt abgehakt, wobei eine rege Kandidaten-Zahl positiv zur Kenntnis genommen wurde.

Den Abschluss bildete am Freitagabend dann die Ehrung des 1000. Fundbüro-Kunden. Sebi Sehr, gemeinhin auch einfach als „Super Sebi“ bekannt, wurde auf diesem Wege nicht nur für seine vergangene Mitarbeit im Amt gedankt, sondern gleichzeitig konnte man ihm zu den – beinahe verloren geglaubten – Titeln als 100. bis 1000. Kunde des Büros gratulieren.

 

Nach einem schillernden Fest am Samstag, trafen sich am Sonntagmorgen dann alle – oder zumindest ein Großteil derer – wieder im Fundbüro, um zum eigentlichen Akt, der Versteigerung zu kommen. Das Objekt, welches dieses Mal den Höhepunkt dieses Events bildete, lag bereits schon länger in den Regalen des Amtes herum und man fand, es war nun an der Zeit, es endlich unters Volk zu bringen: Die Projektmethode.

Um aber erst einmal alle Bieter auf den gleichen Informationsstand zu bringen, wurde an dieser Stelle eine ausführliche Infoeinheit eingeschoben, bei der alle potentiellen Käufer, in gewohnt lockerer und fluffiger Weise über die verschiedenen Abschnitte, sowie stapelweise Methoden zu eben jenen Abschnitten informiert wurden.

Beinahe schon erschlagen vor soviel Input, aber sichtlich begeistert ging es dann zur eigentlichen Auktion über und nachdem sich zunächst noch einiges an Zurückhaltung zeigte, so konnte doch z.B. ein kurzfristig angemeldeter Telefonbieter, nach kurzer Zeit die Geldbörsen der Kunden lösen und bald uferte die Auktion in einen gnadenlosen Kampf um die allseits begehrte Projektmethode aus. Als bereits 71 Jungfrauen geboten wurden waren, sah sich die Auktionsleitung dann aber doch gezwungen intervenierend einzugreifen und man einigte sich darauf, dass die Methode wohl als unbezahlbar anzusehen sei. Als kleine Entschädigung für alle, gab es dann aber immerhin eine „Projektmethode für die Klufttasche“, sodass niemand mit leeren Händen nach Hause gehen musste.

Eine kurze Reflexion, mit durchaus interessanten Anregungen und Bemerkungen, rundete das Bild dann am Sonntagmittag ab und so konnte hoffentlich jeder mit neuen Eindrücken & einem Haufen Fundstücke gegen 14 Uhr das Fundbüro verlassen. Auch die Veranstalter zeigten sich durchweg zufrieden und das Team war sich einig: „Auch im nächsten Jahr, werden wir diese großartige Veranstaltung auf jeden Fall wiederholen“.

 

Janosch für den DAK Wölflinge