Wir lassen uns nicht verkohlen

 

 Roverspek im Tagebau

 

Im Rahmen des jährlich stattfindenden Rover-Spektakulums wollten wir dieses Jahr den Rovern die Möglichkeit geben, den Braunkohleabbau einmal hautnah kennen zu lernen und sich eine kompetente und vor allen Dingen eigene Meinung zum Thema machen zu können.

 

Neuer Energieplan für Scoutopia wird gesucht

Auf einem Gelände zwischen Kohlebunker und Abgrund des Tagebau Garzweiler in Grevenbroich schlugen wir unsere Zelte auf. Am späten Abend eröffnete König Guido I. den Energiekongress des kleinen, wunderschönen Inselreiches Scoutopia. Dabei wurden die Rover in verschiedene Delegationen eingeteilt (hier war von Verbraucherschutz über Jugendverbände bis hin zu Vertretern aus Forschung und Fremdenverkehrsbüro alles vertreten). Dieses Rollenspiel bildete den Rahmen für die verschiedenen Workshops, die am Samstag stattfanden und vor allem für die Rollenspieldiskussion, bei der am Samstagabend ein neuer Energieplan für Scoutopia beschlossen wurde.

 

Breites Workshop-Spektrum von Klimaschützern bis RWE

Zunächst hatten die Teilnehmer des Kongresses die Chance sich in verschiedenen Workshops genauer mit Energie und Braunkohle zu befassen. Im Angebot war eine Führungen von RWE im Tagebau und im Kraftwerk Neurath, ein Workshop von Germanwatch zu den Folgen des Klimawandels und ein Workshop, der sich genauer mit alternativen Energiegewinnungsmethoden auseinandersetzte. Weitere Workshops setzten sich mit der regionalen Bedeutung des Braunkohleabbaus, sowohl für die Menschen, als auch für die Natur, auseinander. Alle Workshops wurden von den Rovern sehr gut angenommen und haben auf gutem Niveau Wissen vermitteln können. Die Referenten, alle Fachleute in ihrem Gebiet, ließen sich nicht nur auf die ungewohnte Seminar-Umgebung ein, sondern verstanden es auch, die Rover mit einzubeziehen.

 

Zweistündige Debatte führt zu gutem Ergebnis

In gemütlicher Atmosphäre entwickelte sich dann abends die Rollenspieldiskussion. Die Rover füllten ihre Rollen mit Enthusiasmus aus und kämpften für die Interessen von fiktiven Delegationen wie dem ‚Bundesverband der katholischen Jugend Scoutopias’ oder dem Fremdenverkehrsverband von Scoutopia. Nach einer zweistündigen Debatte konnte dann ein Energieplan verabschiedet werden, der sowohl den König als auch fast alle Delegationen zufrieden stellte.

 

Ergebnis: Briefe an Bundestagsabgeordnete mit konkreten Forderungen

Am Sonntagmorgen holten wir die Rover dann in die Realität zurück. In einem improvisierten Büro schrieben die Rover Briefe an ihre lokalen Bundestagsabgeordneten. Trotz des anstrengenden Wochenendes tauchten die Rover noch einmal tief in die Arbeit ein und formulierten in ihren Briefen konkrete Forderungen. Sie forderten ihre Abgeordneten auf, sich für eine zukunftsfähige Energieversorgung und ein stärkeres Eintreten zur Minderung des Klimawandels einzusetzen.

Auf dem Rover-Spektakulum ist es uns gelungen, die Rover da abzuholen, wo sie standen, ihnen Wissen zu vermitteln und so ein Problembewusstsein zu schaffen. Und das alles vor der beklemmend surrealen Kulisse des Tagebau Garzweiler.

 

Lukas von der Straeten

DAK Roverstufe

 

 

 

Wie die Wölflinge der Diözese Köln zu Froschexperten wurden...

         

 

Ein Bericht vom Wöko - Aktionstag am 07. Juni im Kölner Zoo

 

Im Rahmen der Jahresaktion „Heldenzeit für Nachhaltigkeit“ haben wir im letzten Jahr viele Ideen gesponnen und sind uns schnell einig geworden, dass es mal wieder an der Zeit ist, einen Zoo unsicher zu machen. Ganz ökologisch mit dem Blick auf den Artenschutz.

 

Am 07. Juni trafen sich dann 150 gespannte Wölflinge und ihre Leiter aus der ganzen Diözese im Kölner Zoo. Um 11.30 Uhr hopsten vier seltsame Fröschen (alias Janosch, Jo, Natalie und Tanja aus dem Wö-AK) über die Zoobühne, die sich ein wenig ratlos über einen so mageren Besuch bei ihrer Froschkonferenz beschwerten. Was nun? Jetzt gab es eigentlich nur noch eine Lösung: Die Wölflinge sollten dem Ganzen auf den Grund gehen und sich bei den anderen Tieren im Zoo mal umhören und sich schlau machen. Bewaffnet mit einem Stickerheftchen ging es dann  in den Rudeln los. An 16 unterschiedlichen Stationen konnten sie einiges über Lemuren, wandelnde Blätter, sibirische Tiger, indische Elefanten und natürlich Frösche herausfinden. Durch die Kooperation mit dem Kölner Zoo wurden 8 Stationen von Zoo-Mitarbeiter gestellt, die kompetent und umfassend die Tiere spielerisch erklären und präsentieren konnten. So konnten die Wölflinge Schlangen anfassen, diverse Insekten auf sich herumkrabbeln lassen und sich auf ein Straußenei stellen. Die anderen 8 Stationen, die vom Wölflings-Arbeitskreis und netten Helfern betreut wurden, griffen die jeweiligen Tiere dann spielerisch noch mal auf. So konnten die Wölflinge z.B. wie Lemuren durch einen Niedrigseilparcour balancieren, sich aus einem großen Spinnennetz befreien, auf Rollbrettern wie Reptilien sich bewegen, auf Elefantenfüßen den Piranha-Fluss überqueren und vieles mehr. An der Frosch-Station konnten die Wölflinge dann einen Rheinkiesel mit Hilfe von vielen bunten Farben zum Frosch malen mit dem Auftrag, den Frosch zusammen mit einer „Schützt die Farben der Natur“ – Botschaftspostkarte an jemanden zu verschenken, um darauf aufmerksam zu machen, dass viele Frösche auch in Deutschland vom Aussterben bedroht sind. Aufkleber für das Merk- Heft gab es  für jede besuchte Station, und das große Ziel war es, neben den Tierinformationsstickern alle 8 Sticker mit Tipps zum Froschschutz zu sammeln, denn das Ziel des Tages war es ja den Fröschen der Konferenz zu helfen.

 

Und das taten sie Wölflinge dann auch. Die Frösche testeten die Wölflinge mit einem 1,2 oder 3 Spiel mit Fragen rund um den Schutz ihrer Altersgenossen und konnten am Ende eigentlich nur feststellen, dass alle Wölflinge zu richtigen kompetenten Froschexperten geworden sind. Mit einer coolen Froschexperten-Urkunde für jedes Rudel und dem gemeinsamen „Flinke Hände, flinke Füße“ Verabschiedungslied fuhren die Wölflinge gegen 17 Uhr mit Bus und Bahn wieder nach Hause.

 

Zusammenfassend bleibt eigentlich noch zu sagen, dass die Stimmung über den ganzen Tag ausgezeichnet war. Und nicht nur bei den Wölflingen und ihren Leiter, sondern auch bei vielen Zoobesuchern, die unsere Stationen mit ihren Kindern besucht haben. Unser Ziel öffentlichkeitswirksam die Pfadfinder zu präsentieren haben wir dadurch erreicht, dass nicht nur 150 Wös fleißig in Kluft durch den Zoo gewuselt sind, sondern das auch neben unseren spannenden Stationen das Angebot Stockbrot in der Aufenthaltsjurte zu backen gut angenommen worden ist.

 

Die Zusammenarbeit mit dem Kölner Zoo hat und sehr viel Spaß gemacht und hat sich für uns gelohnt. Und ohne den Zoo, der dieses Jahr an der EAZA-Kampagne „Amphibien“(mit dem globalen Froschsterben im Fokus) teilnimmt, wären wir auch gar nicht auf dieses Thema gekommen J

 

Vielen Dank aber nicht nur an den Zoo, sondern auch an alle Helfer, Leiter und natürlich die Wölflinge, die alle mit Feuer und Flamme dabei waren.

 

Johannes Hippe für den Kölner Wö-AK

 

 

 

"Pimp my Wald" Auftakt des Stamms las casas

Als es Sturmwarnungen im Radio gab waren wir Leiter doch eher skeptisch, was aus unserer Aktion werden würde. Doch pünktlich um 14.00 Uhr zum Beginn unseres "Pimp My Wald"-Auftaktes wurde die Sturmwarnung aufgehoben und viel mehr Wös, Juffis, Pfadis und Rover als erwartet standen vor unserem Jugendheim.

Gemeinsam gingen wir dann zu einem Parkplatz am Rand der Ville um dort den Wald aufzuräumen. Motiviert durch ein Punktesystem, bei dem man für große, spektakuläre oder viele Fundstücke Punkte gewonnen werden konnten, kamen schon bald die ersten Sofas, Kücheneinrichtungen, Fahrräder und Elektrogeräte zum Vorschein.

Aber nicht nur Fleiß sondern auch Hirn war gefragt: Die Gruppen konnten ihre gesammelten Punkte einsetzen um sie in einem ökologischen Quiz zu verdoppeln.

 

Nach zwei Stunden war ein stattlicher Berg Müll gesammelt, der Wald aufgeräumt, und die  Teilnehmer dreckig, durstig und durch gefroren. Es ging zurück ins Jugendheim wo die gesammelten Punkte in Form von Kaffeebohnen an die Gruppen ausgezahlt wurden.

Mit diesen Kaffeebohnen konnte man bei der anschließenden Party Cocktails kaufen und sein Glück beim Poker oder Roulette versuchen.

 

Insgesamt ein voller Erfolg.


Von: Lukas van der Straeten