Klimafrühstück im Anschluss an den Gottesdienst veranstalten

An einem Sonntagmorgen gestaltet Ihr mit Eurer Gruppe und Eurem Pfarrer oder Kaplan einen Gottesdienst zum Thema Klimawandel, indem die Besucher sich mit dem Thema auseinandersetzen können und Neues erfahren. Im Anschluss werden alle Gottesdienstbesucher ins Pfarrheim zum Klimafrühstück eingeladen. Klimafrühstück heißt, dass die Lebensmittel, die auf dem Frühstückstisch stehen, nach Ihrer Klimafreundlichkeit bewertet werden. Hierzu gibt es vier verschiedene Kriterien: Transport (LKW, Flugzeug, Schiff, …), Anbauart (biologisch, konventionell), Verpackung (Plastik, Pappe, Mehrfachverpackungen, Glas…), Jahreszeit (saisonal). Beim Einkauf solltet Ihr darauf achten, dass Ihr sowohl positive wie auch negative Beispiele einkauft. Ihr könnt zum Beispiel saisonales Obst kaufen und Erdbeeren aus Spanien, oder herkömmlichen Kaffee und ein Fair Trade Produkt.
Die entsprechenden Lebensmittel werden dann mit Etiketten versehen, auf denen die vier Kategorien für das jeweilige Lebensmittel wiedergegeben werden, so dass jeder Teilnehmer sich informieren kann, wo das entsprechende Lebensmittel herkommt, wie es produziert wurde, wie es verpackt war und gegebenenfalls zu welcher Jahreszeit es produziert wird. Wahrscheinlich werdet Ihr es nicht schaffen, bei allen Lebensmittel auch alle Kategorien zu bewerten, weil Euch die entsprechenden Informationen fehlen werden.
Durch die Etiketten sollen eure Gäste ins Gespräch über das Thema kommen. Erklärt Ihnen zu Beginn des Frühstücks das Prinzip der Etiketten und gebt Ihnen möglichst auch die Gelegenheit nachzulesen, wo Ihr die klimafreundlichen Lebensmittel gekauft habt.

Das Truppheim zum Klimaschutz renovieren

Gemeinsam mit einem ansässigen Architekten, könnt Ihr Euer Truppheim  energiesparend einrichten und klimafreundlich renovieren. Dabei können Eure Teilnehmer dann auch gleich lernen, was sich zu Hause in Sachen Klimaschutz und Energiesparen so alles machen lässt: Elektrogeräte nicht auf „Standby“ sonder „Off“ schalten, normale Glühbirnen gegen Energiesparlampen eintauschen, alte energiefressende Geräte wie den Kühlschrank gegen neue Energiesparende (A+++) eintauschen, das Dach und die Fenster wärmeisolieren, vom konventionellen Stromanbieter zum Ökostrom wechseln und vieles mehr. Als besonderes Highlight könnt Ihr z.B. Euer Dach mit Solarkollektoren (Photovoltaik) bestücken und so Eure eigene Energie gewinnen. Oder Ihr bepflanzt Euer Truppheimdach und tragt so zur Mehrproduktion von Sauerstoff bei.

Einen Verkehrsaktionstag initiieren

Ihr könnt mit Eurem Stamm einen Verkehrsaktionstag in Eurer Stadt planen. Ruft die Leute dazu auf einen Tag lang ihr Auto stehen zu lassen und andere Verkehrsmittel zu nutzen oder Fahrgemeinschaften zu bilden. An einem Zentralen Platz (z.B. in der Innenstadt) könnt Ihr einen Informationsstand aufbauen, um die Leute über den Zusammenhang zwischen Verkehr und Klima aufzuklären.
Am Besten arbeitet Ihr vor und auch während der Aktion mit der regionalen Presse zusammen. Diese kann dann im Voraus über Eure Aktion berichten und die Leute aufrufen sich zu beteiligen. Auch eine Kooperation mit den örtlichen Verkehrsbetrieben wäre sinnvoll, da so ein Tag für diese ja eine Chance ist die Kunden von sich zu überzeugen. Vielleicht könnt Ihr einen Sondertarif oder Ähnliches aushandeln.
Um an dem Tag noch eine besondere Aktion zu machen könnt Ihr zum Beispiel ein Verkehrsmittel-Rennen initiieren. Das kann so aussehen, das drei Teilnehmer an dem selben Ort starten, das selbe Ziel haben, aber drei verschieden Verkehrmittel nutzen, z.B. ein Fahrrad, ein Auto, und einmal öffentliche Verkehrsmittel. Am Ziel werden dann Zeit, CO2 Verbrauch und wahre Kosten verglichen und geschaut, welches Mittel für die entsprechende Strecke am Besten geeignet ist.

Einen Spendenlauf für das Klima veranstalten

Um unser Klima zu verbessern werden an vielen Stellen finanzielle Mittel benötigt. Ihr könntet mit Eurem Stamm einen Spendenlauf organisieren, um für eine konkretes Projekt zu sammeln oder einer Organisation etwas zu Spenden. Hierzu sucht sich jeder Teilnehmer Sponsoren, die ihm für jeden gelaufenen Kilometer einen bestimmten Betrag sponsern. Dieser Betrag wird vorher auf einer Sponsorenkarte festgehalten. Ebenso wird am Tag des Laufes die Kilometerzahl jedes Teilnehmers festgehalten, so dass die Läufer damit ihre Spenden einsammeln gehen können.
Alles gesammelte Geld wird in eine gemeinsame Kasse gesteckt und dem ausgesuchten Projekt übergeben. Wenn Eure Lokalpresse noch über Eure Aktion berichtet ist dies gleichzeitig eine super Werbung für Euren Stamm.


Das Sommerlager mit einer CO2 Bilanz gleich null durchführen

Ein Highlight aller Pfadfinder sind die jährlichen Lager. Ob Stammeslager, Bezirkslager oder Jamb, Ihr könntet probieren Euer eigenes Sommerlager klimafreundlich zu gestalten, indem ihr berechnet, was Ihr an CO2 verbraucht und probiert diesen Verbrauch, wenn er das übersteigt, was das Klima aushält, wieder auszugleichen. Ideal wäre es natürlich, wenn Ihr die von der Erde zu verkraftende CO2 Menge gar nicht überschreitet. Hierzu könnt ihr bei der Anreise umweltfreundliche Verkehrsmittel benutzen, beim Kochen Energie sparen, während des Lagers auf euren Energieverbrauch achten, z.B. beim warmen Wasser, Müll vermeiden und vieles mehr. Zwischendurch könnt Ihr immer wieder errechnen auf welchem Stand Ihr gerade seid. Wenn Ihr merkt, dass Ihr Eure CO2 Bilanz überschreitet, könntet Ihr zum Ausgleich etwas fürs Klima tun: Bäume pflanzen, einen Teich renaturieren oder einer Klimaschutzorganisation eine Spende übergeben (z.B. atmosfair).

Vorher-Nachher-Wette zum ökologischen Fußabdruck abschließen

Um das Klima zu schonen, kann jeder sofort aktiv werden – von dem Gebrauch der Energiesparlampe über die Fahrt zur Arbeit mit dem Rad bis hin zum Verzehr von Lebensmitteln aus der Region. Tipps dazu findet Ihr zum Beispiel unter www.greenpeace.de. Der ökologische Fußabdruck gibt an, wie groß der Energie- und Ressourcenverbrauch des einzelnen ist und wird in Fläche ausgedrückt. Der durchschnittliche Deutsche hat zurzeit einen Fußabdruck von 4,7 ha im Jahr. Würden alle Menschen auf der Welt so leben, bräuchten wir 2-3 Erden. Wie groß wäre der Verbrauch, wenn alle den Lebenswandel von uns Georgspfadfindern in Deutschland hätten? In Kooperation mit einer BUND-Jugendortsgruppe könntet Ihr Euch vornehmen, den Energie- und Ressourcenverbrauch Eurer Mitglieder der Roverstufe herauszufinden und innerhalb von einem halben Jahr auf eine Erde zu reduzieren. Zur Feststellung des Verbrauchs müsste jedes volljährige Mitglied im Frühjahr 2008 seinen ökologischen Fußabdruck berechnen und diesen Wert der Leiterrunde mitteilen. Berechnungshilfe gibt es beispielsweise unter www.latschlatsch.de oder www.footprint.ch. Nach einem halben Jahr der Bemühungen um ein energiesparendes und ressourcenschonendes Verhalten müsste dann jeder im Herbst 2008 seinen Verbrauch erneut berechnen und wiederum mitteilen. Die durchschnittliche Differenz zwischen den beiden Berechnungen würde dann öffentlich bekannt gegeben. Sollte es dabei nicht zu der erwünschten Reduzierung kommen, wäre es denkbar, für die Differenz eine angemessene Summe – beispielsweise an Atmosfair – zu spenden.